In der heutigen Welt kann man sich schwer vorstellen, wie es war, als
vor ein paar hundert Jahren Krankheiten noch als von Gott gesandt und
nur mit Gottes Hilfe als heilbar galten. Die Heilmethoden waren damals
manchmal genauso schrecklich wie wirkungslos.
Zudem war vom
Früh- bis zum Hochmittelalter die Medizinversorgung
größtenteils in Händen von Nonnen und
Mönchen.
Eine lange, dunkle Epoche
der Barbarei und Gesetzlosigkeit
Europa erlitt nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches
im 5. Jahrhundert einen Jahrhunderte währenden
Rückschritt sowohl im Bildungswesen als auch im Handel. Erst
im 9. Jahrhundert gelang es Karl dem Großen (748-814) durch
die Gründung des Fränkischen Reichs geordnete
Regionalherrschaften einzusetzen und Kultur, Kunst und Bildung wieder
aufleben zu lassen. Als Epoche des Mittelalters gilt gemeinhin die Zeit
von etwa 500 bis 1500 nach Christi Geburt und endete durch einige
einschneidende Ereignisse in der Geschichte Europas wie die Erfindung
des Buchdrucks 1450, der Eroberung Konstantinopels 1453 durch die
Türken, die Entdeckung Amerikas durch den Seefahrer Christoph
Columbus 1492 oder auch die durch Martin Luther im Jahre 1517
ausgelöste Reformation.