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Keane “Under The Iron Sea”
Unser Debüt-Album „Hopes and Fears“ wurde weltweit über 5 Millionen Mal verkauft. Wir gewannen im Jahr 2005 zwei Brit-Awards („British Breakthrough Act“ und „Best Album“), den „Best-Album-Award“ vom Q-Magazine und wurden schließlich sogar in der Kategorie „Best New Act“ bei den Grammys nominiert.
Dennoch wurde uns irgendwann klar, dass zu viele Live-Shows ganz schön an die Substanz gehen – wir mussten also zurück ins Studio, wollten mal wieder zu Hause schlafen. Seit der Veröffentlichung von „Hopes and Fears“ hatten wir jede noch so kleine Gelegenheit genutzt, um bereits neues Material aufzunehmen. Im Oktober 2005 gingen wir dann direkt ins Studio, um gemeinsam mit Andy Green die Arbeit an unserem Nachfolger zu beginnen. Im Dezember waren wir auch mit den Aufnahmen zum zweiten Album fertig.
Das neue Album „Under The Iron Sea“ wurde sowohl im „Magic Shop“ in Soho, New York, wie auch in den, „Helioscentric Studios“, in der Nähe von Battle, aufgenommen.
Während der Aufnahmen, die zur neuen Platte führten, machten wir uns folgendes zur Aufgabe: All unsere Ängste sollten zum Vorschein kommen, wir wollten kein Blatt vor den Mund nehmen und gleichermaßen unsere Beziehungen innerhalb der Band, wie auch diejenigen mit anderen Menschen bzw. der gesamten Welt, in die neuen Songs einfließen lassen und insgesamt die dunkelste Seite von uns nach außen kehren.
So war die Atmosphäre während des Schreibens bzw. während der Aufnahmen unfassbar intensiv – eine Atmosphäre übrigens, die man in den daraus resultierenden Songs und Sounds deutlich raushören kann. Die neuen Stücke kann man wohl als unheilvolle Märchenwelten beschreiben, in denen stets die dunklen Aspekte dominieren. Es ging uns um ein Gefühl der Verwirrung, eine Benommenheit, die von einem düsteren Ort unterhalb eines undurchdringlichen, eisernen Meers versinnbildlicht wird; daher auch der Titel. Um diese komplexe Gefühlswelt transportieren zu können, kreierten wir komplett neuartige Sounds: wir nahmen beispielsweise ein altes E-Piano und eine Reihe analoger Synthesizer, dir wir dann wiederholt durch Gitarreneffekte schickten... die daraus resultierenden Klangwelten oszillieren zwischen erschütternd und rhythmisch... manchmal sind es schier überdimensionale Klangwände aus Verzerrung.
Wir schrieben, sangen und performten mit einer Energie, Intensität und sogar Wut, wie man sie auf unserem Vorgänger in keinem einzigen Song finden konnte.
Außerdem war der visuelle Aspekt für dieses Album sehr wichtig. Den Anfang machte eine Zusammenarbeit mit Irvine Welsh („Trainspotting“) für den Song „Atlantic“ – so wie wir von seinem Werk inspiriert sind, konnte auch er massig Inspiration in unserer Musik entdecken. Der daraus resultierende Film von ihm ist exakt diejenige, visuelle Umsetzung, die wir uns erhofft hatten.
Wir haben „Under The Iron Sea“ geschrieben, weil wir eine Platte machen mussten, die uns auf ein Neues bestätigt, dass wir am Leben sind.
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