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WOLFMOTHER – “Wolfmother”
Über die australischen Wolfmother wird weltweit nur in Superlativen berichtet, es werden Namen wie Black Sabbath, The Who, MC 5, ja, sogar White Stripes, und selten war man sich so einig - Led Zep sind tot, es lebe Wolfmother! Zwar sei man langsam über die ewigen Vergleiche mit Led Zeppelin gelangweilt, aber das sei immer noch besser als gefragt zu werden, ob man es nicht leid sei, immer mit Boy George verglichen zu werden.
Ansonsten sei es ja ein großes Lob, mit den Heroen von damals in einem Atemzug genannt zu werden - und gleich darauf gibt es dieses erfrischend unprätentiöse Achselzucken des Frontmannes mit dem Super Afro. Eine Geste, die man nur von den wahren Größen kennt, die sich nicht an Vergleichen aufhängen sondern ihren Weg einfach weitergehen.
Es bleibt kein Zweifel - hier ist alles echt, keine Attitüde, keine Arroganz - nur großartige pure Rockmusik, die soviel Seele hat, dass man schwerlich unberührt bleiben kann! Um es mit den Worten Zane Lowe's zu sagen: "Hottest record in the World!" Er muss es schließlich wissen als Trendpapst des größten UK Radiosenders Radio 1.
Myles Heskett (drums), Chris Ross (bass/keyb) und Andrew Stockdale (voc/git) brachen im Mai 2005 nach L.A. auf und mieteten ein frei stehendes Hollywood Aufnahmestudio namens Cherokee als Proberaum. In seiner Glanzzeit wurden im Cherokee Aufnahmen wie „The Wall“ von Pink Floyd aufgenommen. An diesem verlassenen Ort entwickelten sich abgefahrene Sachen - improvisierte Jams entfalteten sich zu ausgestalteten Songs. Nach sechs Wochen geballter Kreativität im Cherokee - und einer Menge Fisch-Tacos - begann die Band schließlich im legendären Sound City Studio mit den Aufnahmen. In Folge dessen brüteten Wolfmother im selben Raum, in dem legendäre Werke wie die Alben „Nevermind“ und „Rumours“ entstanden, ihr eigenes aus. Nach nur zwei Wochen in der Höhle gelang es der Band, ihre inspirierten Live-Performances einzufangen, die nun das Rückgrat ihres Debut-Albums ausmachen.
Danach verbrachten sie einen weiteren Monat in L.A. mit dem Feinschliff, der das Album „Wolfmother“ zu einer lauernden Bestie zu machte. Während des ganzen Prozesses bemühten sich Myles, Andrew und Chris, den rohen, gefühlsgeladenen Faustschlag ihrer Live-Auftritte beizubehalten. Alles war darauf ausgerichtet „das perfekte Gefühl“ einzufangen, eher als die „makellose Performance“. Das Resultat ist eine Platte, die in ihren bewegendsten Augenblicken mit rücksichtsloser Hemmungslosigkeit und herrlicher Unvollkommenheit überzeugt. Zurück in ihrer Heimat Australien wurde das Debüt am 30. Oktober veröffentlicht und sofort ein voller Erfolg – es stieg auf #3 in die Charts ein, hielt sich 20 Wochen in den Top Ten und steht mittlerweile kurz vor Doppelplatin.
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