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TEN YEARS Live
Sie spielten bereits mit Velvet Revolver und mit Sevendust. Ihr erstes Album „Killing All That Holds You“, entstanden in strenger Eigenregie, wurde aus dem Stand zum Bestseller – wenn auch zunächst nur im lokalen Plattenladen ihres Heimatorts Knoxville in Tennessee.
„The Autumn Effect“ katapultierte den amerikanischen Fünfer 10 Years in andere Sphären: Die Single „Wasteland“ war fern des Alten Europas bereits ein Hit. Das dazugehörige Album „The Autumn Effect“ überzeugt mit solider Handarbeit ebenso wie mit erstklassigen Arrangements, anspruchsvollen Texten und einen interessanten Sound zwischen The Cult, The Cure und Incubus. Produziert hat das Werk Josh Abraham (Staind, Static-X).
Kritiker vergleichen 10 Years gerne mit den Deftones oder Tool und möchten damit auf das exzellente Handwerk der Jungs hinweisen. Aber ihr Sound ist weit weniger bombastisch, wenn auch ähnlich pathetisch, dabei aber gänzlich unaffektiert oder salbungsvoll. Stücke wie „Seasons To Cycles“ oder der Opener „Waking Up“ haben mit zackigem Metal-Rock so gar nichts gemeinsam, mögen 10 Years auch Amps ihr eigen nennen, die allesamt mindestens bis Elf gehen. „The Autumn Effect“ leistet sich zahlreiche Momente der Unschärfe, die Gitarristen Matt Wantland und Ryan „Tater“ Johnson lieben Delay-, Flanger- und Chorus-Tretminen. Das trifft sich gut – denn das Melodiengefüge ist bisweilen durchaus Robert-Smith’scher Ausprägung.
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