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THE FEELING - Killer im Sonnenschein


News Redaktion
THE FEELING - Killer im Sonnenschein



Worum geht’s da eigentlich, im Pop? Na, im besten Fall doch jenseits aller Stilistik und Ästhetik immer um irgendein Gefühl. Und sei es paradoxerweise um das Gefühl, nichts mehr fühlen zu können. Verwunderlich eigentlich, dass deshalb vorher noch keine Band auf die Idee gekommen ist.



Darauf, sich einfach The Feeling zu nennen. Fünf Mittzwanziger aus Sussex und London sind ausgezogen, dem nahe liegenden Namen alle essenzielle Ehre zu machen, wie schon ein flüchtiger Blick in die einschlägige Qualitätspresse der Insel verrät.

„Prog-Pop mit überdimensionalen Sonnenschein-Hooks und Killer-Refrains“, hörte etwa das Londoner Stadtblatt „Time Out“, die Kollegen vom „Q“-Magazin erkannten ähnlich begeistert auf „Mittsiebziger Soft-Rock, der unfassbar catchy ist!“, und die altehrwürdige „Times“ meinte gar, Soft-Rock sei „die neue Punk-Bewegung“ mit The Feeling in der Rolle der „Sex Pistols“. Was John Lydon alias Johnny Rotten wohl dazu sagen würde? Vermutlich würde er irgendwann – zumindest im stillen Kämmerlein – auch einfach kapitulieren vor einem Album wie „Twelve Stops And Home“.

Vor soviel Hook-Seligkeit und Refrain-Power und geschmackssicherem Könnertum. Denn – anders als damals die Pistols – können diese Jungs mehr als drei Akkorde. Auch wenn sie genau wissen, dass manchmal auch schon die drei reichen. Dazu gibt Sänger, Songschreiber, Gitarrist Dan Gillespie Sells die schöne Devise aus: „Die Zeit der heimlichen Lieblingssongs ist vorbei! Heute darf man ELO, Supertramp oder 10cc mögen - und dazu stehen. Es ist ein wirklich befreiendes Gefühl!“ Fürwahr, zumal en passant die Carpenters – für Gillespie Sells „ein unfassbar großer Einfluss“ – und die Raspberries auch noch gleich mit rehabiliert werden. Was bleibt da noch? Mitsingen! Werden Sie spätestens bei „Blue Piccadilly“ machen.

La-la-la-la-la-la....



Redakteur: News Redaktion

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