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RNA – Hoffnungsträger in der Zelle
Vermeintlicher Bote erweist sich als Schlüsselsubstanz Die von Genforschern lange nur als Gehilfe der Erbsubstanz DNA angesehene Ribonukleinsäure (RNA) muss völlig neu bewertet werden – als eine Schlüsselsubstanz der Zelle, die auch therapeutisch von großem Nutzen sein könnte.
Mit dem neu entdeckten Verfahren der „RNA-Interferenz“ (RNAi) lassen sich Erbinformationen gezielt unterdrücken. Das berichtet die Apothekenzeitschrift Gesundheit. Der RNA wurde bisher der Part eines Befehlsempfängers der wichtigeren DNA zugewiesen. „Diese einfache Vorstellung hat sich als falsch herausgestellt“ sagt Professor Volker Erdmann von der Freien Universität Berlin. Die RNAi besticht dadurch, dass sie einen zelleigenen Mechanismus nachahmt, den Forscher jetzt als eine Art Immunssystem des Genoms ansehen. Es wird erwartet, dass es eines Tages genutzt werden kann, um krankheitsauslösende Gene gezielt abzuschalten. Bei Nagetieren waren entsprechende Versuche bereits erfolgreich.
Quelle: Apothekenmagazin Gesundheit
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