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Schwarzes Loch Gesundheitspolitik
Umfrage: Bürger folgen den Politikern in die Ratlosigkeit Der Gesundheitspolitik fehlt es an Konzepten für die Zukunft. Die Ratlosigkeit der Politiker überträgt sich immer deutlicher auch auf die Bürger: Zuckte noch vor der 1998er Wahl nur jeder Zehnte (9,6 % nach Marplan) über die Zukunft des Gesundheitssystems die Schultern, so tut dies heute jeder Vierte (24,8%).
Das ergab eine aktuelle Repräsentativ-Umfrage der Gesellschaft für Kommunikationsforschung (GfK, Nürnberg, 2074 Befragte über 14 Jahre) im Auftrag der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau. Nur noch Minderheiten hoffen auf bestimmte Parteien oder Koalitionen. Vorn mit 21,9 Prozent liegt die CDU/CSU, gefolgt von der SPD mit 19,3 Prozent. Selbst einer Großen Koalition traut nur jeder Zehnte eine erfolgreiche Gesundheitspolitik zu. Ebenfalls hoffnungslos: schwarz/gelb mit 8,6 Prozent und rot/grün mit 5,7 Prozent. Auch Kanzler Schröder hat auf diesem Gebiet verloren. Zwar halten die Befragten ihn für kompetenter als Edmund Stoiber (36,4 % gegen 31,4%). Vor vier Jahren aber war das Vertrauen in seine Gesundheitskompetenz mit 61,9 Prozent fast doppelt so stark. Symptomatisch: Seine Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ist überwiegend unbekannt im Lande: Über 54 Prozent oder knapp 35 Millionen der 63,7 Millionen Bürger über 14 Jahren wissen gar nicht, dass sie dieses Amt innehat.
Quelle: Apotheken Umschau
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