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Lustkuss
Warum sich Clark Gable und Vivian Leigh nur drei Sekunden küssen durften Küssen und Sex gehören zusammen. Regisseure in Hollywoods Frühzeit stellte das manchmal vor knifflige Probleme. Erst seit 1968 hat in Hollywood der Zensor ausgedient, der Clarke Gable und Vivian Leigh gerade mal drei Sekunden für ihren berühmten Finale-Kuss in „Vom Winde verweht“ zugestand.
Küsste sich damals gar ein Film-Pärchen im Bett, musste mindestens ein Bein den Boden berühren, berichtet die Apotheken Umschau. Warum Menschen sich küssen, ist in der Wissenschaft umstritten. Der Psychiater Sigmund Freud hielt es für eine Fortsetzung der intensiven körperlichen Bindung zwischen Mutter und Baby beim Stillen. Verhaltensforscher glauben an ein überliefertes Relikt der gemeinsamen Fellpflege. „Ich glaube nicht, dass der Kuss so einen unschuldigen Ursprung hat“, sagt dagegen die Kulturwissenschaftlerin Dr. Ingelore Ebberfeld aus Bremen. Sie sieht viele Indizien, dass Küssen sehr eng mit Sex verbandelt ist und verweist auf das direkte Beriechen und Beschnuppern der Sexualorgane zwischen Tieren. Für eine Studie sagten ihr fast 90 Prozent der Befragten, dass sie sich beim Geschlechtsverkehr küssen. Das wusste wohl auch der Sitten-Zensor, der unsere Großeltern vor allzu viel Anregung schützen wollte.
Quelle: Apotheken Umschau 9/2006 A
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