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Rheuma treibt zu viele in die Rente


News Redaktion
Rheuma treibt zu viele in die Rente



Konsequentere Basistherapie könnte das Leiden besser bremsen

Rheumapatienten könnten länger arbeitsfähig bleiben, wenn ihre Krankheit konsequenter behandelt würde. Dieser Meinung ist Prof. Wilfried Mau, Direktor des Instituts für Rehabilitationsmedizin der Universität Halle-Wittenberg.



Er hat die Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit von 26 000 Rheumapatienten in den vergangenen 15 Jahren untersucht. Schon im ersten Jahr der Erkrankung seien die Betroffenen durchschnittlich zehn Tage im Monat krank geschrieben. „Nach etwa zehn Krankheitsjahren ist mehr als ein Drittel aus dem Erwerbsleben ausgeschieden“, sagt er im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Unter anderem liege das daran, dass nur jeder fünfte Rheumapatient von einem Rheumatologen betreut werde. Die anderen „erhalten dann eine medikamentöse Basistherapie oft nicht mit der gewünschten Konsequenz, die unabdingbar ist, um die Krankheit in Schach zu halten und ihr Fortschreiten zu bremsen“, folgert Mau. Er rät Betroffenen auch dazu, offensiv mit ihrem Arbeitgeber zu reden. Oft wüssten diese nicht, dass Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation vom Rentenversicherungsträger finanziert werden. An „rheumatoider Arthritis“ (chronisch entzündlich) leiden in Deutschland etwa rund 550.000 Erwachsene, an „Arthrose“ (verschleißbedingt) etwa fünf Millionen.

Quelle: Apotheken Umschau 5/2006 B



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