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Prostatakrebs doch sofort behandeln?
Neue Studie heizt Streit um die richtige Therapie wieder an Eine neue US-Studie legt nahe, den Prostatakrebs doch sofort nach der Diagnose zu behandeln, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.
Viele Urologen schlagen älteren Männern bisher vor, den Tumor zunächst nur zu beobachten und nicht therapeutisch einzugreifen. Für die neue Studie wurden mehr als 48.600 Männer mit Prostatakrebs im Frühstadium beobachtet. Wurde der Krebs bestrahlt oder operiert, lebten die Patienten im Durchschnitt noch 13 Jahre nach der Diagnose, wurde der Verlauf nur beobachtet, waren es zehn Jahre. Professor Christian Stief, Urologe am Klinikum München-Großhadern, rät die Entscheidung von der allgemeinen Lebenserwartung abhängig zu machen: „Wird bei einem Mann Prostatakrebs diagnostiziert und beträgt seine Lebenserwartung noch mindestens zehn Jahre, sollte eine Behandlung erwogen werden.“
Quelle: Apotheken Umschau 5/2006 B
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