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Bei Diabetes droht Beziehungsstress
Experten raten zu klaren Absprachen für Krisensituationen Auch wenn die Zuckerkrankheit heute so gut behandelbar ist, dass Betroffene ein fast normales Leben führen, kann sie manchmal erheblichen Stress in die Partnerschaft bringen.
Besonders wenn Diabetiker in einen „Unterzucker“ geraten, können sie scheinbar launisch werden, kam bei einer nicht repräsentativen Befragung der Leser des Apothekenmagazins Diabetiker Ratgeber heraus. Das Problem ist auch Experten gut bekannt. Erfahrene Partner der Zuckerkranken bemerken den Unterzucker oft eher als diese selbst und erleben, dass Diabetiker dann dazu neigen, Hilfe zurückzuweisen. „In dieser Situation macht es keinen Sinn, eine Diskussion vom Zaum zu brechen oder selbst aggressiv zu werden“, erklärt der Diplompsychologe Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Bad Mergentheim. Partner sollen dann aufmerksam bleiben und erneut Hilfe anbieten. Das kann aber immer wieder zu Konflikten führen. Vorbeugend rät er zu klaren Absprachen für solche Situationen, auf die sich der Partner dann berufen kann. Diabetes-Zentren wie das in Bad Mergentheim bieten Wahrnehmungs-Kurse an, zu denen auch eine Unterzucker-Schulung des Partners gehört.
Quelle: Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber 4/2006
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