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Krankhaft Magere müssen zum Arzt
Experte: Angehörige dürfen Ess-Störungen nicht ignorieren Wenn jemand in kurzer Zeit massiv an Gewicht verliert, sich aber gleichzeitig viel zu dick fühlt, ständig Kalorien zählt und vom Thema Essen sein Leben dominieren läßt, sollten Angehörige diese Warnsignale ernst nehmen und ihren Hausarzt konsultieren.
Dazu mahnt der Internist und Psychotherapeut Prof. Dr. med. Hans-Christian Deter vom Uniklinikum Benjamin Franklin in Berlin im Gespräch mit der Gesundheitszeitschrift „Apotheken Umschau“. Nach seinen Angaben leiden etwa ein Prozent der Frauen zwischen 15 und 35 Jahren unter Magersucht, vier Prozent unter Ess-Brechsucht, wobei die Dunkelziffern vermutlich weit höher lägen. Heute sind sogar schon Elfjährige und zunehmend auch Männer betroffen. Jede fünfte Magersüchtige stirbt an ihrer Sucht auf Verzicht. Bei den Überlebenden sind typische Spätfolgen Osteoporose und Nierenfunktionsstörungen.
Quelle: Gesundheitszeitschrift „Apotheken Umschau“
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