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Diabetiker sollen Depressionen besonders ernst neh
Krankhafte Traurigkeit behindert oft eine konsequente Therapie Wer depressiv ist, schafft es kaum, sich zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren oder als Diabetiker auf eine gute Stoffwechseleinstellung zu achten.
Das betont Professor Dr. med. Hans Förstl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München im Interview mit dem Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Depressionen können zudem die Zuckerkrankheit fördern, weil Stresshormone wie Kortisol vermehrt ausgeschüttet werden und den Blutzucker in die Höhe treiben. „Vermutlich erkranken aus diesem Grund Depressive häufiger als die Durchschnittsbevölkerung an Diabetes“, vermutet Förstl. Zuckerkranke, die immer wieder und lang andauernd unter Traurigkeit leiden, sollten sich so früh wie möglich ihrem Arzt anvertrauen, denn ihnen kann therapeutisch gut geholfen werden. „Viele Dinge greifen ineinander“, erklärt Förstl die Behandlung. „Feste Tagesstruktur, Bewegung, Psychotherapie – und Medikamente.“ Arzneimittel müssen dabei besonders sorgfältig ausgewählt werden. Bei Diabetikern können Neben- und Wechselwirkungen besondere Bedeutung erlangen.
Das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber 1/2007 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung an Kunden zur Gesundheitsberatung abgegeben.
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