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EU schafft sichere Arzneimittel für Kinder
Neue Verordnung soll einen hartnäckigen Missstand beenden Für schwer kranke Kinder gibt es kaum Arzneimittel, die für die kleinen Patienten nachweislich wirksam und so unbedenklich wie möglich sind.
Gegen diesen Missstand hat die EU nun eine Verordnung geschaffen. Sie schreibt vor, dass neue Medikamente in klinischen Studien auch auf ihre Wirksamkeit bei Kindern getestet werden müssen. Pharmafirmen seien nun gezwungen, sich mit den Kindern und ihren Krankheiten viel stärker auseinanderzusetzen, sagt der Vorsitzende der Kommission für Arzneimittelsicherheit im Kindesalter der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Hannsjörg Seyberth, im Apothekenmagazin Baby und Familie. Profitieren werden vor allem Kinder mit seltenen Erkrankungen. Denn: Hunderte Millionen Entwicklungskosten für Medikamente, von denen nur ein paar hundert Kinder profitieren, waren den Firmen bisher schlichtweg zu teuer. Daher begrüßt auch Hermine Nock vom Bundesverband herzkranker Kinder die neue Verordnung. „Es wird nicht von heute auf morgen gehen, aber wir werden kritisch beobachten, ob die Vorgaben auch zeitnah umgesetzt werden.“
Das Apothekenmagazin Baby und Familie 2/2007 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung an zur Gesundheitsberatung Kunden abgegeben.
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