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Vergiftungen bei Bärlauch-Sammlern
Schmackhaftes Wildkraut wird mit giftigen Maiglöckchen verwechselt Die alte Heil- und Gewürzpflanze Bärlauch erlebt eine überraschende kulinarische Renaissance – und die Krankenhäuser müssen häufiger Vergiftungsfälle behandeln, die einst selten waren.
Die Bärlauchblätter ähneln denen der giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Die Apothekenzeitschrift Gesundheit rät Unerfahrenen, die Blätter beim Sammeln zwischen den Fingern zu zerreiben: Nur Bärlauch entfaltet dabei den typischen intensiven Knoblauchduft. So getestet kann die Wildpflanze, die im Frühjahr manchmal den Boden ganzer Laubwälder bedeckt, den Speisezettel bereichern. Ob die ihm in früheren Jahrhunderten zugeschriebenen gesundheitsfördernden Wirkungen tatsächlich zutreffen, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Viele Inhaltsstoffe scheinen die selben wie im Knoblauch zu sein. Deshalb sprechen manche dem Bärlauch auch eine vergleichbare Heilwirkung zu: Er soll Gallensäuren und Verdauungsenzyme bei Magen- und Darmstörungen anregen, die Durchblutung verbessern und die Entgiftung des Körpers unterstützen.
Das Apothekenmagazin Gesundheit 5/2003
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