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Heilkissen: Effekt nicht messbar
Kirschkern, Körner und Kastanie – Gute Nacht? Schlafstörungen sind eine Volksplage. Wo der Arzt nicht helfen kann, schießen dubiose Angebote ins Kraut. Heilkissen mit Körnern, Kirschkernen, Kastanien, aber auch mit magnetischen Metallteilen, Holzstückchen und sogar gehacktem Marmor sind im Angebot, schreibt die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.
Der Kieler Industrie-Anthropologe Professor Hans W. Jürgens geht selbst den obskursten Vorschlägen mit wissenschaftlicher Akribie nach. So soll etwa aus Dinkelkissen Kieselsäure ausströmen und den Schlaf verbessern. Dazu Jürgens: „Wir haben das bei uns nachgemessen. Dinkel strömt keine Kieselsäure aus.“ Bis heute hat er kein Heilkissen gefunden, dem er eine messbare Wirkung bescheinigen möchte. Ausnahme: Kissen, die wärmen oder kühlen. Der Kieler Industrie-Anthropologe setzt dabei aber auf exakte Steuerbarkeit und zieht ein elektrisches Heizkissen dem im Backofen erwärmten Kirschkernkissen vor.
Das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau
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