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Schlaganfall durch Herzkatheter
Kardiologe verlangt mehr Vorsicht bei verkalkter Herzklappe Mehr Zurückhaltung beim Einsatz von Herzkathetern zur Untersuchung von erkrankten Herzklappen verlangt der Kardiologe PD Dr. Heyder Omran, Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik Bonn.
Im Interview mit der Apothekenzeitschrift Gesundheit erklärt er, dass der Herzkatheter Verkalkungsstückchen von der Herzklappe lösen könne. Mit dem Blutstrom kann der Fremdkörper dann ins Gehirn gelangen und dort einen Schlaganfall auslösen. Von 101 Patienten, die in seiner Klinik auf diese Art untersucht wurden, erlitten drei einen Schlaganfall und immerhin jeder Fünfte einen „stummen Hirninfarkt“. Auch dabei kommt es zu einem Verschluss in einem kleinen Hirngefäß, der aber keine sichtbaren Krankheitszeichen verursacht. Da die erkrankte Klappe zwischen Herz und Aorta genauso gut mit Ultraschall untersucht werden kann, verlangt Omran, in der Regel auf den Herzkatheter zu verzichten. „In 98 Prozent aller Fälle reicht der Ultraschall für die Diagnose aus,“ sagt Omran.
Quelle: Apothekenmagazin Gesundheit
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