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Kinder: „Vorsorge völlig veraltet“
Kinder- und Jugendärzte schlagen Alarm „Die Vorsorgeuntersuchungen, die wir als U1 bis U9 im gelben Vorsorgeheft dokumentieren, stammen aus den siebziger Jahren und sind völlig veraltet“, klagt Dr.
Hermann Josef Kahl, Leiter des Ausschusses „Prävention und Frühtherapie“ im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Im Interview mit dem Apothekenmagazin Gesundheit weist er darauf hin, dass es sinnvoll wäre, etwa standardisiert nach „frühkindlichen Regulationsstörungen“ zu suchen. Diese betreffen Schreikinder oder Babys mit Fütterungs- und Schlafproblemen. Die Krankenkassen als Kostenträger lehnen Neuerungen bisher ab. Es werde aber geprüft, ob zusätzliche Untersuchungen der Sprachentwicklung, Entstehen von Übergewicht, Lern- und Verhaltensstörungen und bei Jugendlichen Schul- und Berufseignung in Zukunft erstattet werden. „Nach meinen Erfahrungen wird es aber mindestens drei bis fünf Jahre dauern, bis darüber entschieden ist“, sagte Dr. Karl.
Quelle: Apothekenmagazin Gesundheit 4/2005
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