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Arzneien für Kinder unzulänglich erprobt
Wenig Umsatz – Pharmaindustrie scheut Testkosten Viele Medikamente sind für die Anwendung bei Kindern völlig unzulänglich erprobt. „Kinder sind für die Pharmaindustrie ein schlechtes Geschäft“, kommentiert der Münchener Kinderarzt Prof.
Dr. Dietrich Reinhardt im Apothekenmagazin Baby&Familie die unbefriedigende Situation. Der Grund: Kinder erkranken seltener. „Und wenn sie krank werden, dann brauchen sie nur geringe Mengen von Wirkstoffen“, sagt Reinhardt. Der kindliche Körper reagiert oft völlig anders als der Erwachsener. Sowohl die erwünschten als auch unerwünschte Wirkungen können anders eintreten als erwartet. Weil exakte Daten fehlen, arbeiten Kinderärzte oft in gefährlichen Grauzonen. Experten fordern mehr auf die Anwendung bei Kindern bezogene Medikamententests. Ein europäischer Gesetzentwurf, der dies erleichtern soll, quält sich zur Zeit noch durch die Gremien.
Quelle: Apothekenmagazin Baby&Familie
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