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Schlechte Zeiten für Chöre
Immer weniger Kinder können singen Chorleiter und Gesangspädagogen sind besorgt: Immer weniger Kinder und Jugendliche sind stimmlich in der Lage, in einem Chor mitzusingen. Das ist nicht nur der subjektive Eindruck vergeistigter Musikliebhaber.
Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Stimm-umfang bei Kindern innerhalb der letzten 20 Jahre deutlich abgenommen hat, schreibt Dr. med. Michael Fuchs, Facharzt für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde und Leiter eines phoniatrischen Labors am Universitätsklinikum Leipzig, in der Apothekenzeitschrift Gesundheit. Auch der Klang der Singstimmen hat sich geändert – sie sind heute eher rauh und heiser und somit für viele Chöre nicht geeignet. Ein Grund ist mangelnde Übung: In den Familien wird kaum noch gesungen. Aber auch ungeeignete Vorbilder gelten als Ursache. Die Kinder orientieren sich an den rauen und heiseren Stimmen von Rock- und Popstars. Beim Nachahmen überfordern sie ihren Stimmapparat. HNO-Ärzte sehen bei Kindern immer mehr so genannte. Schreiknötchen. Diese Verdickungen an den Stimmlippen verwachsen sich zwar in der Pubertät meist wieder, beeinträchtigen aber bis dahin die Stimmqualität.
Quelle: Apothekenzeitschrift „Gesundheit“
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