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Knochendichtemessung mangelhaft
Osteoporose-Expertin: „Ärzte setzen Messung unkritisch ein“ Jährlich bricht allein bei deutschen Frauen 200.000mal ein Wirbelkörper. Ursache meistens: Osteoporose, die Rückbildung der Knochensubstanz.
Deshalb gab es nicht nur unter Ärzten böses Blut, als die Knochendichtemessung zur Vorsorge aus dem Erstattungskatalog der Krankenkassen gestrichen wurde. Doch die renommierte deutsche Osteoporose-Expertin Dr. Jutta Semmler, Berlin, weist den Ärzten wegen ihrer „unkritischen“ Handhabung dieser Untersuchung eine Mitverantwortung zu. „Als Vorsorgeuntersuchung für alle ist die Knochendichte nicht geeignet“, sagt sie im Interview mit dem Apothekenmagazin Gesundheit. Sie solle erst im Rahmen einer gründlichen Untersuchung, die auch andere Faktoren einbezieht, eingesetzt werden. Und: Die deutschen Ärzte müssten sich sorgfältiger schulen. Als Prüferin zur Knochendichtemessung, so berichtet Dr. Semmler, lasse sie „auch mal Hochschullehrer durchfallen“.
Das Apothekenmagazin Gesundheit 2/2004 liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.
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