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Melatonin ist kein Jungbrunnen
Immer mehr Fragzeichen hinter dem einstigen „Wunder-Hormon“ Das Hormon Melatonin verzögert den Alterungsprozess des Menschen nicht, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Bei einem Versuch mit Mäusen Ende der 80er Jahre hatte sich die Substanz den Ruf eines Jungbrunnens erworben, weil mit Melatonin gefütterte Nager eine um 30 Prozent erhöhte Lebenserwartung hatten.
Beim Menschen konnte ein solcher Effekt aber bis heute nicht nachgewiesen werden, berichtet der Chronobiologe Dr. Jan-Dirk Faulteck, Münster, der seit vielen Jahren zu Melatonin forscht. Auch der angeblich positive Effekt gegen den Jetlag bei Flugfernreisen ist nicht ausreichend belegt. Dasselbe gilt für einen vermuteten Nutzen in der Krebstherapie, gegen Bluthochdruck oder Kopfschmerz. Deutsche Mediziner warnen deshalb auch davor, sich in amerikanischen Supermärkten oder über das Internet mit der Substanz einzudecken.
Quelle: Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau 4/2005 A
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