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Brustkrebs: Jede dritte Frau „nicht optimal“ behan
Viel öfter könnte die Brust erhalten werden Schlechte Noten für die deutsche Brustkrebs-Therapie: Prof. Dr. med. Manfred Kaufmann, Facharzt für Frauenheilkunde an der Universität Frankfurt, hält fast jede dritte Patientin für „nicht optimal versorgt“.
Das sagte er im Interview mit der Apothekenzeitschrift Gesundheit. Vor allem in kleineren Krankenhäusern bestünden „teilweise erschreckende Defizite“. Immer noch werde viel zu häufig die ganze Brust amputiert – nach dem Motto: Was weg ist, ist weg. „Das ist jedoch falsch gedacht, weil Brustkrebs heute als Systemerkrankung gilt.“ Das heißt: Schon früh erreichen Tumorzellen über das Blut den ganzen Körper. Nicht nur die im Einzelfall richtige chirurgische Maßnahme ist für den Behandlungserfolg wichtig, sondern zunehmend auch die begleitende Behandlung mit krebstötenden Medikamenten ("Chemotherapie") und Bestrahlung. Deutsche Ärzte, so der Frankfurter Experte, sollten sich stärker an festen Leitlinien zur Therapie orientieren. Der Individualismus in Deutschland sei zu groß. Kaufmann: „Jeder kocht sein eigenes Süppchen und glaubt, er sei der Beste.“
Das Magazin Gesundheit liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.
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