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Tumor besiegt, Seele krank
Beratungsstellen für Krebspatienten werden zu wenig genutzt Depressionen, Angst vor Neuerkrankungen und Probleme, sich in den Alltag einzugliedern, bedrücken die meisten Krebspatienten, die nach erfolgreicher Behandlung eigentlich als geheilt gelten.
Dies ist das Ergebnis einer Studie von Kölner Psychologen, über die das Apothekenmagazin Gesundheit berichtet. Dr. Marcus Diedrich und Kollegen befragten Krebspatienten sieben bis neun Jahre nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus. „Fast jeder“, sagt Diedrich, „hatte Angst vor einer Neuerkrankung.“ Jeder zweite Befragte litt unter psychischen Problemen. Rund drei Viertel von ihnen hatten bereits psychologische Hilfe gesucht, und jeder fünfte befand sich in psychotherapeutischer Behandlung. Spezielle Beratungsstellen für Krebspatienten wurden dagegen kaum aufgesucht. Fast alle beklagten fehlende Informationen – durchaus vorhandene – Hilfsangebote. Um diesen Mangel zu beheben, regt Diedrich eine zentrale Koordinationsstelle an.
Quelle: Apothekenzeitschrift „Gesundheit“
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