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Placebos wirken im Gehirn wie Schmerzmittel
Bewiesen: Scheinmedikamente dienen nicht nur der Einbildung Placebos aktivieren die gleichen Hirnareale wie starke Schmerzmittel. Das haben Stockholmer Wissenschaftler mit einer Methode nachgewiesen, die Hirnaktivitäten bildlich darstellen kann.
Damit konnten sie erstmals nachweisen, dass bei Scheinmedikamenten nicht nur Einbildung im Spiel ist, berichtet die Apothekenzeitschrift Gesundheit in ihrer neuesten Ausgabe. Neun Männer bekamen entweder ein starkes Schmerzmittel oder Kochlösung injiziert, ohne zu wissen, was die Spritze tatsächlich enthielt. Dann drückten die Forscher den Probanden ein heißes Metall auf den Handrücken und zeichneten die Reaktion des Hirns auf diesen Schmerzreiz auf. Schmerzmittel und Wasser erhöhten gleichermaßen die Durchblutung in den Zentren für die Schmerzwahrnehmung und Verarbeitung. Dort befinden sich auch die Andockstellen für Schmerzmittel. Warum der Körper sich sogar mit Kochsalzlösung täuschen lässt, ist damit noch lange nicht geklärt. Viel Arbeit wartet noch auf phantasievolle Forscher.
Quelle: Apothekenzeitschrift „Gesundheit“
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