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Häusliche Pflege: Hilfe annehmen!
Belastungen werden fast immer unterschätzt Wer zuhause einen pflegebedürftigen Angehörigen betreut, soll rechtzeitig auf Anzeichen der eigenen Überforderung achten. Meistens sind es Frauen, die plötzlich ohne entsprechende Ausbildung einen Bettlägerigen oder verwirrten Menschen rund um die Uhr zu betreuen haben.
Wer seine Kräfte gut einteilt und Hilfe von außen organisiert und annimmt, kann dem Schicksal vieler pflegender Angehöriger entgehen, die darüber selbst krank geworden sind, mahnt die Diplompsychologin Monika Steiner im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. „Nur wenige wissen, dass mit der Pflegesituation auch psychische Veränderungen auf sie zukommen“, sagt die Expertin, die regelmäßig pflegende Angehörige berät. Selbst Stimmungen der Kranken übertragen sich. Wird zum Beispiel der Gepflegte depressiv, besteht für die Pflegenden im Schnitt nach drei Jahren eine erhöhte Gefahr, selbst depressiv zu werden. Auch Aggressionen und Resignation übertragen sich so. Steiner rät Betroffenen, auf jeden Fall Kurse zu besuchen, in denen nicht nur Pflegetechniken erlernt werden, sondern auch der Austausch der seelischen Probleme ein Schwerpunkt ist. Kursgebühren tragen die Krankenkassen.
Quelle: Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau
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