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Spritzenangst darf kein Druckmittel sein
Diabetes: Expertin mahnt Ärzte, nicht mit der Spritze zu drohen Für viele Diabetiker kommt irgendwann der Punkt, von Tabletten auf Spritzen umsteigen zu müssen. Angst vor diesem Schritt verzögert oft die angemessene Therapie.
„Daran sind die Ärzte nicht unschuldig“, sagt die auf die Zuckerkrankheit spezialisierte Diplompsychologin Katrin Ramöller vom Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen im Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Laut einer Studie benutzen rund 78 Prozent der Ärzte die Drohung mit einer Spritzentherapie als Druckmittel, wenn übergewichtige Patienten nicht abnehmen wollen. Chronisch Kranke seien zudem ängstlicher als Gesunde. Deshalb solle der Arzt statt zu drohen, zuhören und informieren. Die Betroffenen wüssten gar nicht, wie fein die Nadel ist und dass das Medikament nur unter die Haut gespritzt wird. Das Spritzen solle in der Praxis wenn nötig auch wiederholt geübt werden. Ramöller: „Selbst erlebt, entpuppt sich vieles oft als undramatisch.“
Das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber 12/2005 liegt in den meisten Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.
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