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Van Morrison - Zahltag beim Teufel


News Redaktion
Van Morrison - Zahltag beim Teufel



Sie nennen ihn auch den „Belfast Cowboy“. Und jetzt wissen wir auch wieder warum. Denn dieser Van Morrison muss ja nicht mal nach Nashville fahren, um ein Album einzuspielen, das dereinst zu den besten seiner Sparte gezählt werden wird – und doch kein bloßes Sparten-Album ist.



Ähnlich wie sein erklärter Held Ray Charles es vor 40 Jahren mit „Modern Sounds In Country & Western“ vorexerziert hat, hat sich Van The Man für „Pay The Devil“ einige unsterbliche Songs des US-Südens vorgenommen und auf unerklärliche Weise zu eigen gemacht. Oder doch nicht so unerklärlich. Denn es gibt natürlich einen Schlüssel zu diesen Interpretationen, und der liegt in seiner tiefen Auseinandersetzung mit den ewigen Country-Themen: Verlust, Liebe, Leben, Sünde, Vergebung. Sie kennen ja den alten Witz: Was bekommt ein Mann zurück, wenn man einen Country-Song rückwärts spielt… Vielleicht das Glas, das Webb Pierce für Van Morrison stehengelassen hat. Oder das betrügerische Herz, das schon Hank Williams um den Verstand brachte. Wie Van Morrison diese teils schon oft gesungenen Songs so klingen lässt, als wären sie gerade erst geschrieben worden, das ist die hohe Schule der Interpretationskunst - „Half As Much“, das schon Williams, Patsy Cline und Emmylou Harris probierten, ist ein weiteres Beispiel. Und mit „Things Have Gone To Pieces“ beweist Van Morrison, das er selbst in die Fußstapfen eines George Jones, des vielleicht größten Country-Sängers aller Zeiten, zu schlüpfen vermag. Und auch Rodney Crowell dürfte sich freuen, über die Version seines frühen Meisterstücks „Til I Gain Control Again“. Die Latte liegt also hoch, doch Van Morrison springt auch mit seinen eigenen Stücken drüber – mit der ansteckenden Soul-Nummer „Playhouse“ und natürlich mit dem Titelsong, den nur einer schreiben kann, der weiß, wie es sich anfühlt, wenn "des einen Freud, des anderen Leid" ist. Van Morrison soll übrigens noch nie in Nashville gewesen sein, zu schweígen von irgendwelchen Sessions mit legendären Country-Assen... Aber das müssen sie jetzt nicht unbedingt glauben...

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Sie nennen ihn auch den „Belfast Cowboy“. Und jetzt wissen wir a... News Red
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