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Fall Out Boy: Ein Konzertbericht


News Redaktion
Fall Out Boy: Ein Konzertbericht



Letzten Freitag Abend, in einem Kölner Außenbezirk, vor einer Halle namens Kantine, war es kalt. Sehr kalt. Und es regnete schon den ganzen Tag. Warum nur standen sich Dutzende junger Menschen zwischen 15 und 30 Jahren seit Stunden die Beine in den Bauch und fieberten dem Einlass entgegen? Sie schienen weder wetter- noch kälteresistent zu sein, denn sie waren durchnässt und zitterten am ganzen Leib.



Und doch: Sie standen hier seit einer kleinen Ewigkeit und rührten sich nicht mehr vom Fleck, bildeten lächelnd und aufgeregt eine Schlange vor dem Eingang, so als würden die äußeren Umstände an ihnen abperlen. Als ob sie jemand eingewachst hätte - mit unerschütterlicher guter Laune und Vorfreude. Nur wer?

Um 20.45 Uhr dann wurde diese Frage beantwortet, als die Fall Out Boy endlich die Bühne betraten. Mittlerweile hatten alle Einlass gefunden und die Kantine bis zum letzten Platz gefüllt. 800 Gäste ließen ihrem Glück nun freien Lauf, ausgelöst von einer Band, die trotz über zwei Millionen verkaufter Alben in den USA hierzulande noch immer Newcomerstatus besitzen. Vermeintlich. Denn die Euphorie, die Fall Out Boy unter den Anwesenden entfachten, ließ erkennen, dass die Kids den Medien weit voraus sind. Schon vom ersten Song an, mit den Openern "Homesick at Space Camp" von ihrem ersten Album ("Take This To Your Grave"), und der aktuellen Single "Sugar, We're going down" (aus dem neuen Album "From Under The Cork Tree"), sang die Menge jede Textzeile bis zum Ende mit. Es wurde getanzt, gefeiert, geschwitzt. Die Menge schien betrunken von sich selbst, doch es waren die Fall Out Boy, die ihnen immer wieder nachschenkten. Gitarrist Joe ließ seine Gitarre kreisen, wie einst Pete Townshend, Drummer Andy versteckte sich erfolgreich hinter seinen Haaren und trommelte was das Zeug hielt, während Patrick und Pete sympathisch, emotional und gekonnt durch den Abend führten. Es wurde ein schier beeindruckendes Geben und Nehmen zwischen Band und Publikum - vom ersten bis zum letzten Ton. Ein Konzert wie ein Statement und wie ein Versprechen: Fall Out Boy werden es nicht bei der einen Deutschland-Show belassen!

Nach Ende des Sets verliessen 800 Gäste verzückt den Ort des Geschehens und Dutzende von ihnen beendeten den Abend so, wie sie ihn begonnen hatten. Wartend vor der Halle. Im Regen. Es war noch immer kalt. Sehr kalt. Diesmal hofften sie auf ein paar nette Worte und Autogramme der Fall Out Boy. Und dieses Mal mussten sie zum Glück nicht lange warten...

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