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Stiftung Warentest empfiehlt herkömmliches Tagesgeld

Langweiliges Tagesgeld lohnt sich mehr

Langweiliges Tagesgeld lohnt sich mehr

Auch nach der weltweiten Finanzkrise, die die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession gerissen hat, geben sich die Banken erfinderisch und trumpfen mit innovativen Produkten. Derzeit locken allerlei Anlagekonten mit “emotionalen Faktor” die Kunden.

Unterhaltungswert top, Renditechancen flop

Jenseits der schnöden Renditekennzahlen koppeln vermeintlich pfiffige Sparkonten das Anlageergebnis an Fussballergebnisse, Bezinpreise oder Aktienkurse.

Die Stiftung Warentest zeigt sich von solchen Produkten wenig begeistert. Nach ihrer Analyse sind die Renditechancen dieser Anlagen meist deutlich schlechter als die herkömmlicher Tages- oder Festgeldkonten:

Kuriose Zinsangebote – Fußballtore und Benzinpreise nur wenig profitbringend

Zinsangebote mit werbewirksamen Nebenbedingungen rentieren sich nur selten. Sparbücher, die ihre Zinsen an Ergebnisse von Fußballvereinen, dem Aktienindex oder aktuellen Spritpreisen koppeln, kommen kaum an die Erträge herkömmlicher Tagesgeldkonten ran. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrer Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.

So unterhaltsam die Sparangebote auch klingen mögen, so enttäuschend sind die tatsächlichen Renditechancen. Beim Benzin-Sparbuch zweier thüringischer Genossenschaftsbanken kommt man auf Basis der Superbenzin-Index-Entwicklung bis ins Jahr 2000 zurückgerechnet auf jährliche Renditen von gerade mal 1,2 bis knapp über 2 Prozent.

Selbst die FC Bayern Sparkarte der Hypovereinsbank würde trotz eindrucksvoller Ergebnisse des Rekordmeisters bei einem Anlagebetrag von 5000 Euro gerade mal eine Rendite von knapp 1,5 Prozent abwerfen – und zwar nur im Falle des Titelgewinns. Dabei schneiden die Münchner im Vergleich mit drei anderen Bundesliga-Zinsangeboten am schlechtesten ab und haben die Verzinsung mittlerweile sogar nochmals gesenkt.

Auch das bereits oft von Finanztest kritisierte Quartal-Sparen der Postbank überzeugt nicht.

Die Stiftung Warentest empfiehlt daher attraktiv verzinste Tages- oder Festgeldkonten ohne Nebenbedingungen. Sollte man sich dennoch für ein kurioses Zinsangebot entscheiden, sollte auf einen möglichst hohen Basiszins und auf die genaue Laufzeit der Verträge geachtet werden.


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