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| Veränderung beginnt im Kopf |
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psychophysik.com:
Was raten Sie einem Menschen, welcher sich selbst in Ihrer Beschreibung wieder
erkennt? "Tja, Pech gehabt: Dein Zug ist abgefahren und für den Rest
deines Lebens ist Gefühls-Eiszeit angesagt.
Vielleicht schenkt dir das
Schicksal ja noch einen jener seltenen "now-moments", der dich heilen
könnte. Kleiner Tipp: Mache dir keine zu großen Hoffnungen!"
- Lautet so Ihr Fazit?
Prof. Gerald Hüther:
Die in den letzten Jahren von den Hirnforschern mit Hilfe der sog. bildgebenden
Verfahren gewonnenen Erkenntnisse machen deutlich, dass sich neuronale Netzwerke
und synaptische Verschaltungsmuster umorganisieren, wenn es einen Menschen gelingt,
sein Gehirn anders als bisher zu benutzen, wenn er sich beispielsweise mit 70
dazu entschließt, ein Musikinstrument zu erlernen (und das dann auch tut),
oder wenn er sich die Blindenschrift aneignet, weil er seine Sehfähigkeit
verloren hat. Es geht also. Das Gehirn ist durchaus veränderbar, sogar
noch im Alter. Das ist die frohe Botschaft der Hirnforscher. Aber damit sich
dort etwas ändert, muss man sein bisheriges Leben verändern, von liebgewordenen
Gewohnheiten und Bequemlichkeiten Abschied nehmen, seine bisher stillschweigend
gehegten oder lauthals verkündeten Überzeugungen noch einmal grundsätzlich
in Frage stellen. Und das ist leichter gesagt als getan.
Das ist nicht nur unbequem, sondern macht bisweilen auch Angst. Viele Menschen
machen daher lieber so weiter wie bisher. Auch wenn es ihnen dabei nicht besonders
gut geht, so ist es ihnen doch zumindest vertraut. Wer Angst vor Veränderung
hat, wird sich nicht ändern, auch wenn er seine mißliche Situation
noch so oft beklagt. Dann wird sich auch so leicht kein „now moment“
einstellen, es sie denn, er überwindet seine Angst. Am leichtesten gelingt
das, wenn sich ein solcher Mensch noch einmal richtig verliebt, am besten in
einen anderen Menschen, aber vielleicht auch in ein Haustier, zur Not auch in
seine Modelleisenbahn oder in seine Briefmarken oder sonstige Sammlung. Wem
das passiert, der macht sich noch einmal auf den Weg, öffnet sich, durchstößt
seinen selbstgebauten Eispanzer und entdeckt ein neues Leben.
Die andere Möglichkeit seine Angst zu überwinden besteht darin, sich
selbst wiederzufinden. Es gab ja Zeiten, da war der hinderliche Eispanzer noch
nicht da. Der ist ja erst nach und nach entstanden. Selbst der größte
Dickhäuter war ja ursprünglich einmal ein durchaus offener und neugieriger
Mensch, der achtsam und behutsam mit sich selbst und mit anderen umgegangen
ist. Vielleicht ist das schon lange her, aber zumindest als kleines Kind war
er einmal so. Und diesen Schatz der frühen Kindheit kann man wiederentdecken,
jedenfalls dann, wenn man danach zu suchen beginnt. Wer ihn Stück für
Stück wiederfindet, findet letztlich Stück für Stück sich
selbst wieder, erlebt einen „now moment“ nach dem anderen und wird
allmählich wieder Eins mit sich selbst.
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Veränderung beginnt im Kopf
Kommentare (6)
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Autor |
| Den Artikel findet Ihr hier:http://www.naanoo.com/artikel_2954.h... |
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Mister X |
| Ganz cooler Artikel, schön aufgemacht. Schick.Zum Inhalt sag ich... |
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Kone |
| Wow,sensationeller Artikel!!!Liebes ... |
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Liebes |
| QUOTE (Prof. Gerald Hüther @ 00:00 , 01.01.2006 )Manche sind des... |
|
dasbo |
| habsch überflogen, dachte mir schon meinen teil ... |
|
Carmen00 |
| Das neue Buch "Auf Schatzsuche bei unseren Kindern" (Dr... |
|
Name :Gu |
| ... | | |
| [Kommentare lesen] | |
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