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Meditatives Walken oder Joggen
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Experten bezeichnen dieses Heranführen an angstbesetzte
Handlungen und deren allmähliches Überwinden als
„Desensibilisierung“. Die Furcht vor dem Laufen
schwindet und der Angstabbau überträgt sich auch auf
alle anderen Lebensbereiche. So lässt sich erklären,
warum sich Menschen, die mit dem Laufen beginnen, häufig
Problemen stellen, die sie vorher umgangen haben.
Meditatives Walken oder
Joggen
Sobald man beim Walken oder Joggen seinen Rhythmus gefunden hat, kommt
man in einen meditativen Zustand. Das Denken kreist allein um die
Bewegung – dieser einzige Inhalt füllt unser
Bewusstsein aus. Ärgerliche Gedanken, Ängste oder
Grübeleien haben so keine Chance, sich festzusetzen. Eben
genannte können zwar kurz auftauchen, verfliegen meistens aber
wieder. Dieser meditative Zustand, der sich beim Walken oder Joggen
automatisch einstellt, wird in der Verhaltenstherapie bewusst als
„Gedankenstopp“ eingeübt, um
unerwünschte Gedankenketten zu unterbrechen.
Mit zunehmender Erfahrung wird die Wahrnehmung für Atmung,
Puls und Muskeln sensibler – und das nicht nur
während sportlicher Aktivität, sondern auch im
Alltag. Ähnlich wie beim sogenannten Biofeedback-Verfahren
lernen Menschen ihren Körper besser kennen. Mit der Zeit
entwickeln sie ein Gefühl dafür, was sie sich
zutrauen können und hören mehr auf ihren
Körper.
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Meditatives Walken oder Joggen
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