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| Wer den Sex
genießt, ist wahrscheinlich nicht nymphoman |
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Ist Sexsucht heilbar?
Während man im vorletzten Jahrhundert masturbierende oder
außerehelich verkehrende Frauen bereits als Nymphomaninnen
abstempelte und sie mit auf die Genitalien gelegten Eisbeuteln oder
Blutegeln behandelte oder ihnen schlimmstenfalls die Klitoris oder
Eierstöcke herausoperierte, ist man heute von der Meinung
abgekommen, die Sexsucht könnte organische Ursachen haben.
Als
einzig wirksame Hilfe gegen den krank- und zwanghaften Drang nach
sexueller Befriedigung wird eine langjährige Psychotherapie
gesehen. Dabei werden u.a. die Kindheit, Pubertät und sexuelle
Vorgeschichte aufgearbeitet. Eventuelle Missbrauchserfahrungen werden
vorsichtig erörtert und es wird versucht, das
Selbstwertgefühl auf- und Komplexe abzubauen. Die
Sexbesessenen
lernen dabei, sich und somit auch ihre Mitmenschen anzunehmen.
Fazit
Die Diagnose „nymphoman“ bzw.
„sexsüchtig“
hängt sich also nicht an der Häufigkeit der
Liebesabenteuer
auf, sondern daran, ob man dabei Befriedigung
verspürt oder
ein ständig Suchender bleibt.
Ist Sexsucht heilbar?
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