Mittelalter: Welche Ursachen die Mediziner hinter Krankheiten vermuteten
Macht falsche
Kleidung krank?
Unhygiene löste
tödliche Krankheiten aus
Europa war durch die vor allem in den Städten herrschenden
unhygienischen Zustände der ideale Nährboden
für großteils aus Asien stammende Krankheiten.
Siechtum wurde im Mittelalter als Werk des Teufels empfunden. Der
Aberglaube und Glaube stand daher bei Krankheitsausbrüchen im
Vordergrund.
Das Fachwissen um Heilmethoden war
äußerst dürftig und viele Behandlungen
führten nicht selten zum Tod.
Schlechte Luft sollte
Auslöser für Erkrankungen sein
Fehlerhafte Lebensführung hinsichtlich Nahrung,
körperlicher Verausgabung und sogar der Kleidung sah man
ebenso als Krankheitsursachen an wie Hitze, Feuchtigkeit oder starke
Gerüche. Ebenso waren viele Mediziner des Mittelalters der
Meinung, die Gesundheit des Menschen sei abhängig vom
Gleichgewicht seiner vier Körpersäfte. Blut, Schleim,
gelbe und schwarze Galle regelten den Stoffwechsel des menschlichen
Körpers und prägten zudem ihrer Meinung nach den
Gemütszustand. Um die Harmonie wieder herzustellen, wurden
Diäten verordnet, ja sogar Blut abgelassen. Immer
größere Bedeutung nahmen aber auch
Heilkräuter bei der Behandlung von Erkrankten ein.