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Auf die Befruchtung kommt es an: Wird es ein Junge oder ein Mädchen?
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| Mittelalter:
Aberglaube und Halbwissen dominieren die Medizin |
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Befruchtungs-Aberglaube
und Geburten
Das Geschlecht des Kindes hing nach dem Glauben der Menschen im
Mittelalter von dem Zeitpunkt des Orgasmuses ab. So wurde ein
tugendreicher und kluger Junge geboren, wenn Mann und Frau gleichzeitig
zum Orgasmus kamen. Erfreute sich allerdings nur der Mann dieser
Freuden, entstand ein tugendarmer und schwacher Junge.
Kam der Mann mit
der Frau zeitgleich zum Orgasmus, hatte aber dabei schlechte Laune,
erblickte später ein tugendreiches Mädchen das Licht
der Welt. Kamen beide nicht zum Höhepunkt, wurde ein
unangenehmer Mensch geboren.
Geburt im Mittelalter
Die Geburt eines Kindes war damals ein sehr gefährliches
Unterfangen. Sie fand zumeist im eigenen Haus mithilfe einer Hebamme
statt. Eine falsche Lage des Babys im Mutterleib konnte sie durch
Drehen korrigieren. Starb das Kind bereits im Mutterleib, wurde es noch
getauft und anschließend mit einem Haken ans Tageslicht
geholt. Starb die Frau nicht schon im Laufe einer solch grauenhaften
Geburt, konnte sie - vor allem durch mangelnde Hygiene beim
Geburtsvorgang - am Kindbettfieber sterben.
Kommentar:
Na, wer möchte tauschen? Ich bin froh, in der heutigen Zeit zu
leben. Wie geht es Euch?
Auf die Befruchtung kommt es an: Wird es ein Junge oder ein Mädchen?
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