Kaffee: Wie gesund ist er wirklich?

Kaffee

Kaffee: Ein Genuss mit langer Tradition

1683 eröffnete das erste Kaffeehaus in Wien, und mit ihm entstand eine ganze Kultur, die mit den Jahrhunderten typisch für das gemütliche Österreich wurde. „Nicht daheim und doch zu Hause“, fühlten sich besonders Literaten der Zwischenkriegszeit in den heimelig-verrauchten Stuben mit den Gratiszeitungen so wohl, dass sie ihr Lieblingscafé als Hauptwohnsitz angaben. Vom kleinen Schwarzen über die Schale Nuss und den Einspänner bis zur Melange gibt es unzählige Arten, Kaffee zuzubereiten und zu genießen, besonders in der kalten Jahreszeit. Und so bringt es der Durchschnitt-Kaffeetrinker pro Jahr auf über 80 Liter Kaffee.

Doch was für den einen ein Genuss ist, darin sieht der andere Unheil lauern, nicht nur für die körperliche, sondern auch für die seelische Gesundheit. Schon bald nachdem die Türken das ursprünglich arabische Getränk in unsere Breiten gebracht hatten, geriet der Kaffee in Verruf.

Einige Tatsachen sind erforscht: Das Koffein, einer der Inhaltsstoffe der Kaffeebohne (aber auch, in geringem Prozentsatz, der Teeblätter), wirkt anregend und belebend und verbessert die Reaktionsfähigkeit. Allerdings nur in geringen Mengen und bei Menschen, die nicht regelmäßig Kaffee konsumieren.

Kaffee

Zu viel Kaffee ist nicht gesund

Wer innerhalb kurzer Zeit vier bis fünf Tassen starken Kaffee trinkt, kann in einer Art Koffeinvergiftung und Herzklopfen bekommen und mit nervöser Unruhe und Erregungszuständen reagieren. Schon bald danach schlagen diese Reaktionen jedoch um in bleierne Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Reizbarkeit. Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, gewöhnen sich an das Koffein, das heißt, die erwartete belebende Wirkung bleibt aus.

Forschungen haben ergeben, dass täglich drei Tassen Kaffee folgende Erkrankungen nicht beeinflussen: Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Unfruchtbarkeit, Schwangerschaftskomplikationen und Osteoporose. Im Gegenteil – jüngere Studien gehen sogar davon aus, dass ein gemäßigter Kaffee-Konsum aufgrund der enthaltenen Antioxidantien eine gewisse Schutzwirkung gegen verschiedene Krankheiten entfaltet.

Trotzdem, Koffein wirkt wie ein Suchtgift. Menschen, die tagein, tagaus kannenweise Kaffee trinken, reagieren mit Entzugserscheinungen, wenn sie eine Zeitlang darauf verzichten. Sie leiden unter Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit.

Kaffee

Tee als Kaffee-Alternative

Tee statt Kaffee

Außerdem sollten Sie bedenken, dass viele alkoholfreie Getränke oder sogenannte Energy Drinks Koffein enthalten, zuweilen mehr als Ihre morgendliche Tasse Milchkaffee. Abgesehen davon haben Sozialmediziner beobachtet, dass starker Kaffeekonsum oft mit vielen gerauchten Zigaretten einhergeht und dass überzeugte Kaffeetrinker es mit ihrer Ernährung nicht so genau nehmen. Da das Koffein kurzzeitig den Appetit drosseln kann, wird der Hunger zuweilen mit Kaffee gedämpft, was ihn allerdings später umso heftiger kommen lässt.

Wenn Sie Ihren Kaffeekonsum einschränken wollen, aber meinen, etwas zur Belebung oder „in der Früh, zum Aufwachen“ zu brauchen, steigen Sie auf Tee um. Tee wird nicht geröstet und ist deswegen auch magenfreundlicher. Außerdem verlangsamen die Gerbstoffe im Tee die Aufnahme des Koffeins, wodurch Tee zwar weniger schnell, jedoch für längere Zeit belebt. Das plötzliche Absinken der Energie und Konzentration bleibt damit aus.

Info zum Thema Wasserglas

Das in Kaffeehäusern zum Kaffee servierte Glas Wasser hat durchaus seine Berechtigung: Kaffee beschleunigt die Ausscheidung von Wasser, das auf diese Weise wieder ersetzt wird. Übernehmen Sie die Gewohnheit des Wasserglases neben dem Kaffee deshalb auch für zu Hause.

Nächste Seite: Wie schädlich ist Kaffee für die Gesundheit?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...Loading...


Weitere Artikel zum Thema:
Dein Kommentar:

« Getrennt Schlafen? Warum?
» Was hilft gegen Sommergrippe?

Trackback-URL:



Pin It on Pinterest

Shares
Share This