
Disco Ensemble (Foto: Universal)
Der eingängige Refrain entert die Gehörgänge und setzt sich dort ganz gelassen fest. Und fesselt so absolut genüsslich von innen heraus.
In den tonalen Zwischenräumen von „Headphones“ wird feinste nordische Melancholie verströmt. So wird der allseits bekannte dumpf-dröhnende finnische Metal-Vorhang von Disco Ensemble geradezu ganz weit beiseite gerissen. Einfallsreich geben sie damit den Blick frei für inspirierte Post-Hardcore-Landschaften in voller Blüte. „Headphones“ atmet darüber hinaus Emotionen, Klarheit, Reife und eine Prise Pop.
Textlich werden von Disco Ensemble zwei grundsätzliche Parolen ausgegeben. Zum einen heißt es da „I don’t want to listen to the static on the radio“ und zum anderen „Put the music loud enough to raise the dead.“ Und denen wird musikalisch voll Rechnung getragen. Ohne Kompromisse und mit einer unvergleichlichen Souveränität. Da können die „Headphones” getrost zu Hause bleiben, stattdessen kommen die Tanzschuhe zum Einsatz. Nur statt der Discokugel, wirft zuckendes, grelles Flashlight seine Schatten auf das tanzwütige Volk. Und das bewegt sich zu Disco Ensemble´s Noten voller ekstatischer Verzückung.
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