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Gonzales: “Soft Power” (Album)

Gonzales: “Soft Power” (Album)

GonzalesDas erwartet Euch auf dem neuen Album “Soft Power” von Gonzales:

WORKING TOGETHER“ // Ein ausgelassener und überschwänglicher Song, ideal dazu geeignet, die eigene Live-Show in eine unkontrollierte Party zu verwandeln. Mit deftigen Klatsch-Einlagen und einem aalglatten „Grease“-Beigeschmack versehen. Wie der Titel schon vermuten lässt, berichtet Gonzo in diesem Fall von den Schwierigkeiten und Sackgassen, in die er sich und seine Mitstreiter während der Arbeit am Album manövriert hat.

SLOW DOWN“ // Ein Song für die ganze Familie, ja, selbst für gestörte Familien, in denen es pausenlos Streit gibt (Textbeispiel: „I love you/And I hate you“). Mit einer Extraportion Saxophon. Die Themen: Respekt für die Mitmenschen, oder auch Respekt für die Privatsphäre anderer. Schwer zu sagen, ob es dabei um die Liebe oder die Arbeit geht.

THEME FROM IN-BETWEEN“ // Eine nicht allzu langsame Ballade, eigentlich instrumental, aber doch mit einem Summen versehen, dominiert von Klavier und Gitarre. Das Stück verbreitet eine recht unerwartete Zartbitter-Stimmung – und das schon jetzt, wo wir erst beim dritten Song sind.

UNREQUITED LOVE“ // Ein klanglicher Neustart der Extraklasse, mit verdammt hoher Oktanzahl und einem Text, in dem es um „Unrequited Love“, also unerwiderte Liebe geht. Druckvoll stampfende Beats, unfassbar mitreißender Gesang und ein paar Turteltäubchen-Strophen, die fast schon was von Supertramp haben.

MAP OF THE WORLD“ // Eine astreine Strandballade, präsentiert allerdings unter einem stürmischen Himmel und vor einer Kulisse, die jede Rockoper in den Schatten stellt. Die eigentliche Aussage des Stücks bleibt jedoch ziemlich unscharf: „Something tells me we’re not alone“. Spannung pur, vom ersten bis zum letzten Ton.

MODALISA“ // Ein gelöstes, wenn auch leicht melancholisches Zwischenspiel aka Interlude, inspiriert von einem märchenhaft-fiktionalen Paris, in dem es abgesehen von unwirklichen Piano-Bars keine öffentlichen Orte gibt, an die man sich zurückziehen kann.

APOLOGY“ // Wie kann man sich noch entschuldigen, wenn man bereits eingesehen hat, dass man ein eigennütziger Schuft ist? Ein ruhiger und zugleich etwas unheimlicher Track, der Fragen aufwirft, aber keine Antworten bereithält.

LET’S RIDE“ // Ein wahnsinnig stilvoller Disco-Boogie-Hit. Zu weiten Teilen ohne Gesang und mit größtem Aufwand aus unendlich vielen Elementen und Melodien gestrickt. Bejahend und energiegeladen, und doch auch ein wenig besorgt.

C MAJOR“ // Die süßlich-zarte Stimmung, die man sonst nur von den Beach Boys kennt. Die tragische Heiterkeit, die gegen Ende der Teenager-Jahre aufkommt. Betrachtungen, Geflüster und das Schweigen nach der unausweichlichen Beichte.



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