MERYL STREEP (Schauspielerin)
Die zweimalige Oscargewinnerin, die mit ihren bislang vierzehn Nominierungen für den begehrten Preis Rekorde brach, ist in einer erstaunlichen Reihe von verschiedenartigen Rollen über Jahre zu sehen, sei es im Theater, beim Film wie auch Fernsehen.
Erst vor kurzem stand sie an der Seite von Robert Redford und Tom Cruise in „Von Löwen und Lämmern“ zu sehen, bei dem Redford auch die Regie führte. Ebenso sah man sie neben Reese Witherspoon und Jake Gyllenhaal in dem New Line-Film „Machtlos“. Demnächst spielt sie gemeinsam mit Philip Seymour Hoffman und Amy Adams in „Doubt“ sowie mit Stanley Tucci und Amy Adams in Nora Ephrons „Julie & Julia“.
Ihr Spielfilmdebüt gab Streep 1977 mit „Julia“, wo Jane Fonda und Vanessa Redgrave ihre Partnerinnen waren. In ihrer zweiten Filmrolle stand sie neben Robert De Niro und Christopher Walken in „Die durch die Hölle gehen“, wofür sie ihre erste Oscar-Nominierung erhielt. Im folgenden Jahr gewann sie dann die begehrte Trophäe für ihre Rolle neben Dustin Hoffman in „Kramer gegen Kramer“. Ihre dritte Oscar-Nominierung wurde ihr für „Die Geliebte des französischen Leutnants“ zuteil und bekam später den Oscar als Beste Darstellerin für ihre Rolle in „Sophies Entscheidung“. Hier waren Peter MacNicol und Kevin Kline ihre Partner.
Zu ihren weiteren frühen Filmen gehören Mike Nichols „Silkwood“ (Oscar-Nominierung für Streep); Sydney Pollacks „Jenseits von Afrika“; Hector Babencos „Wolfsmilch“ sowie Fred Schepisis „Schrei in der Dunkelheit“, der ihr den Preis für die Beste Darstellerin beim Cannes Film Festival, den New York Film Critics Circle und einen AFI Award einbrachte. Außerdem sah man sie an der Seite von Robert De Niro in „Der Liebe verfallen, in Mike Nichols „Sodbrennen“ und in Woody Allens „Manhattan“.
In den 90er Jahren war Streep in einer Vielzahl verschiedener Rollen zu sehen; darunter waren „Die Teufelin“, „Grüße aus Hollywood“ (Oscar- und Golden Globe-Nominierungen); „Rendezvous im Jenseits“ mit Albert Brooks; „Der Tod steht ihr gut“ mit Goldie Hawn und Bruce Willis; „Das Geisterhaus“, „Am Wilden Fluss“, Clint Eastwoods Leinwandadaption von „Die Brücken am Fluss“, wofür sie einen SAG Award gewann und mit Nominierungen für den Golden Globe und den Oscar bedacht wurde; „Marvins Töchter“ mit Diane Keaton und Leonardo Di Caprio (hierfür erhielt sie eine weitere Golden Globe-Nominierung); Barbet Schröders „Davor und danach – nichts ist, wie es vorher war“, „Familiensache“ mit Renée Zellweger, wofür Streep einen SAG, je eine Golden Globe- und Oscar-Nominierung sowie die Goldene Kamera der Internationalen Berliner Filmfestspiele erhielt; „Tanz in die Freiheit“ sowie Wes Cravens „Music of the Heart“, wofür sie ihre zwölfte Oscar-Nominierung erhielt.
2003 wurde sie für ihre Arbeit an „The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ mit einem SAG Award und einer Golden Globe-Nominierung ausgezeichnet. Im gleichen Jahr stand sie in Spike Jonzes „Adaptation“ vor der Kamera und gewann hierfür einen Golden Globe als Beste Nebendarstellerin und je eine BAFTA- und Oscar-Nominierung.
Streeps weitere Kinofilme waren „Der Manchurian Kandidat“, „Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“, „Couchgeflüster“ mit Uma Thurman, Robert Altmans „Last Radio Show“, „Spuren eines Lebens“ sowie „Der Teufel trägt Prada“, der ihr einen Golden Globe als Beste Darstellerin sowie je eine Oscar-, SAG- und BAFTA-Nominierung einbrachte.
Auf der Theaterbühne sah man Meryl Streep 1976 gleich in zwei Stücken, und zwar in“27 Wagons Full of Cotton“ und „A Memory of Two Mondays“. Für erstgenanntes Stück erhielt sie zwei Outer Critics Circle Awards, den Theatre World Award und eine Tony-Nominierung.
Weitere Theatercredits waren unter anderem „Secret Service“, „The Cherry Orchard“, die New York Shakespeare Festival-Produktion von „Henry V“ und „Maß für Maß“ an der Seite von Sam Waterston, das Brecht/Weill-Musical „Happy End“, „Alice at the Palace“, wofür sie einen Obie gewann sowie die Central Park-Produktionen von „Der Widerspenstigen Zähmung“ und „Die Möwe“. Erst kürzlich trat sie in Tony Kushners Adaption von „Mutter Courage“ auf.
Im Fernsehen sah man sie in der achtteiligen Miniserie „Holocaust“ auf, wofür sie mit Emmys ausgezeichnet wurde und in Mike Nichols HBO-Movie „Angels in America“, der ihr einen Golden Globe sowie SAG Awards einbrachte. Für ihre Darstellung in „…First Do No Harm“, bei dem sie auch gemeinsam mit Regisseur Jim Abrahams als Ko-Produzentin fungierte, wurde sie für den Emmy nominiert.
Im Jahr 2004 wurde Meryl mit einem AFI Lifetime Achievement Award bedacht und 2008 wurde sie von der Film Society of Lincoln Center geehrt.
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