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Michael Jackson einigt sich mit dem Scheich

Das ist dann wohl gerade noch einmal gut ausgegangen: Michael Jackson hat sich mit Scheich Abdulla Al-Khalifa außergerichtlich einigen können.

Der Prinz von Bahrain hatte den ‘King of Pop’ verklagt, weil Jackson sich angeblich geweigert hatte, 5,5 Millionen Euro Schulden bei ihm zurückzuzahlen.

Wenige Augenblicke, bevor Jackson ein Flugzeug bestieg, das ihn zu dem Gerichtstermin nach London bringen sollte, konnten die Anwälte des gestürzten Musikstars eine außergerichtliche  Einigung erzielen.

Ein Sprecher von Jackson gab am gestrigen Sonntag bekannt: “Als Herr Jackson sich gerade fertig machte, um die Maschine nach London zu besteigen, erhielt er einen Anruf von seinen Anwälten, die ihm sagten, er könne seine Abreise verschieben, da beide Parteien zu einer Übereinkunft gekommen seien. Deshalb wird er am kommenden Montag nicht vor Gericht erscheinen.”

Eigentlich hatten Jacksons Anwälte eine Aussage ihres Klienten per Videoübertragung vorgehabt, da er den eigenen Bekunden zufolge zu krank gewesen sein soll, um von Amerika nach England zu reisen. Die untersuchenden Ärzte allerdings sahen das anders: Sie bescheinigten Jackson beste Gesundheit und schickten ihn los, um persönlich vor Gericht zu erscheinen. Es wäre seit 2006 das erste Zusammentreffen des Scheichs mit dem Künstler gewesen.

Al-Khalifa hatte Jackson ‘Vertragsbruch’ vorgeworfen, weil dieser sich geweigert hatte, zwei neue Alben für das Scheich-Label ‘2 Seas’ zu produzieren. Außerdem verlangte der arabische Edelmann die 5,5 Millionen Euro zurück, die er Jackson angeblich geliehen hat.

Jackson seinerseits behauptet, von den Bedingungen im Vertrag nichts gewusst zu haben: Das Geld sei “ein Geschenk” gewesen, und überhaupt habe er die Konditionen nicht gelesen oder sich rechtliche Unterstützung geholt, bevor er den Vertrag unterzeichnete. Das Papier verpflichtet ihn neben neuer Musik auch zum Schreiben einer Autobiografie und zum Entwurf einer Bühnenshow.

Jackson brauchte das Geld des Scheichs vor allem, um seine Schulden in den USA und in Europa zu begleichen: 28.000 Euro flossen in seine ‘Neverland’-Ranch, 125.000 Euro kostete Jackson ein 10 Tages Urlaub in Paris, 777.000 Euro kassierte die Bank. Alleine das Gerichtsverfahren, in dem Jackson 2005 wegen angeblichen Kindesmissbrauchs angeklagt worden war, kostete ihn satte 1,8 Millionen Euro. Für das tägliche Leben im Nahen Osten berappte der Star in sechs Monaten knapp 400.000 Euro, und fuhr zudem für 277.700 Euro in den Urlaub nach Italien und England.



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