Bitte auf der Zunge zergehen lassen: Michael Jackson hat einem ‘Mindmapping-Guru’ 208.000 Euro bezahlt, damit der Mann seine Karriere wieder in Schwung bringt.
Der Guru, für den Jackson sich entschieden hat, heißt Tony Buzan und ist ein Psychologe, der Bücher schreibt, in denen er Techniken zum Training des Erinnerungsvermögens anbietet.
Eines davon heißt ‘Use Your Head’, also ‘Benutze deinen Kopf’. Für 208.000 Euro bot er dem King of Pop seine ‘kreative Unterstützung’ an.
Das Geld für das Honorar lieh sich Altmeister Jackson bei Scheich Abdulla Al-Khalifa, dem Prinzen von Bahrain. Dieser verklagt Jackson nun, weil der ehemalige ‘King of Pop’ sich weigert, die 5,5 Millionen Euro, die er sich insgesamt geliehen hat, zurückzuzahlen.
Über den Guru kann Bankim Thanki, Staranwalt des Scheichs, nur den Kopf schütteln: “Herr Buzan kam nicht billig, weil er auf seinem Honorar besteht.“ Der englische Autor verlangt fast 30.000 Euro für eine Woche Arbeit.
Thanki, der den Prozess gegen Jackson führt, fühlt sich von dem gescheiterten Musiker momentan an der Nase herumgeführt: Der Jurist wirft Jackson vor, Beweise zurückzuhalten, weil dieser nicht am Verhandlungsort erscheint. Stattdessen erhielten die Behörden einen Brief von Jacksons Arzt, in dem steht, der Musiker könne nicht von Kalifornien nach England reisen, weil er “vielleicht oder vielleicht auch nicht krank sei“.
Daher wird der Star seine Aussage per Videokonferenz machen, wobei Thanki der Meinung ist, Jackson sollte gezwungen werden, persönlich zu erscheinen. Der Anwalt, dessen Mandant sich “persönlich verraten“ fühlt, wundert sich über die Geschichte von Jackson, er sei bei einem vorhergehenden Gerichtsverfahren von einer Schlange gebissen worden. Thanki stellt klar, dass der Scheich diese Lüge nicht schluckt: “Mein Klient ist zu Recht sehr skeptisch.“
Insgesamt lieh der Scheich dem exzentrischen Künstler 5,5 Millionen Euro. Jackson brauchte das Geld vor allem, um seine Schulden in den USA und in Europa zu begleichen: 28.000 Euro flossen in seine ‘Neverland’-Ranch, während ein zehntägiger Urlaub in Paris125.000 Euro verschlang. 777.000 Euro kassierte schließlich die Bank.
Alleine das Gerichtsverfahren, in dem Jackson 2005 wegen angeblichen Kindesmissbrauchs angeklagt worden war, kostete ihn satte 1,8 Millionen Euro. Für den Alltag im Nahen Osten gab der Star in sechs Monaten knapp 400.000 Euro aus, für 277.700 Euro fuhr er in den Urlaub nach Italien und England.
Jackson gibt sich wie gewohnt in der Rolle des Unschuldslamms: Das Geld sei “ein Geschenk“ gewesen, und überhaupt habe er die Bedingungen und Konditionen nicht gelesen oder sich rechtliche Unterstützung geholt, bevor er den Vertrag unterzeichnete.
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Michael Jackson holte sich teuren Mindmapping-Guru
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