Private Krankenversicherung für Angestellte

Auch für Angestellte ist die private Krankenversicherung in Zeiten steigender Krankenkassen-Beiträge und sinkender Leistungen ein Thema.
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Wer kann in die PKV wechseln?
Wer mit einem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeldgrenze freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung, kann in die Private wechseln. Seit dem Infrakttreten der Gesundheitsreform 2007 muss diese Einkommengrenze allerdings drei Jahre in Folge überschritten werden, damit ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich ist.
Angestellte & Selbstbeteiligung
Für Angestellte sind Tarife mit Selbstbeteiligung in der privaten Krankenversicherung in aller Regel nicht sinnvoll. Der Arbeitsgeber ist - wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung - nämlich ebenfalls verpflichtet, die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge zu übernehmen. (Arbeitgeberanteil) An einer eventuell fälligen Selbstbeteiligung muss er sich hingegen nicht beteiligen.
Was passiert bei Arbeitslosigkeit?
Wird ein Angestellter arbeitslos, fällt er durch den Bezug von Arbeitslosengeld bzw. Hartz IV zurück in die Versicherungspflicht und ist wieder gesetzlich versichert.
Wer das verhindern will, kann sich von der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lassen. Dazu muss der Angestellte aber in den letzten 5 Jahren vor der Arbeitslosigkeit privat krankenversichert gewesen sein.
Die Bundesanstalt für Arbeit übernimmt dann die Beiträge für die private Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Allerdings nur bis zur Höhe der bei einer Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung fälligen Beiträge.
Wie sicher sind die Beiträge im Alter?
Ein absolute Beitragsstabilität kann es in der private Krankenversicherung - ebenso wie in der Gesetzlichen - nicht geben. Steigende Gesundheitskosten und demografische Entwicklungen sorgen dafür, das die Krankenversicherungskosten auch weiterhin steigen.
Damit die Beiträge in der private Krankenversicherung auch im Alter bezahlbar bleiben, gibt es mehrere Sicherheitsmechanismen. Die Krankenversicherer bilden Rückstellungen, die sie einsetzen, um die steigenden Kosten im Alter zu puffern.
Auch der gesetzliche Zuschlag i.H.v. 10 Prozent soll dafür sorgen, die Beiträge im Alter zu stabilisieren.
Die Zinseinkünfte werden ebenfalls für die Entlastung im Alter genutzt.
Eine weitere Sicherheit bietet der sogenannte Standardtarif. In diesen Tarif können alle Mitglieder wechseln, die in den letzten 10 Jahren privat krankenversichert waren und das 65. Lebensjahr vollendet haben. Der Standardtarif bietet die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und orientiert sich an deren Höchstbeitrag.
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Weblinks zum Thema
Private Krankenversicherung in der Wikipedia
Verband der privaten Krankenversicherung
Kurzinfo: Private für Angestellte
Die private Krankenversicherung stellt gerade für junge Angestellte mit gutem Gesundheitszustand und hohem Einkommen eine kostengünstige Alternative dar. Die Leistungen der private Krankenversicherer sind in den meisten Tarifen deutlich besser als der gesetzliche Krankenversicherungsschutz. In die private Krankenversicherung können Angestellte mit einem Einkommen, das in den letzten 3 Jahren über der Jahresarbeitsentgeldgrenze lag, wechseln.
Fakten und Zahlen
Im Jahr 2002 waren knapp 8 Mio. Menschen in Deutschland privat versichert.
Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung sind einkommens-unabhängig.
Viele Tarife bieten eine Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit.
Auch mit der privaten Krankenversicherung rechnen Kliniken in der Regel direkt ab.
Privat Versicherte zahlen keine Praxisgebühr.


Private Krankenversicherung für Angestellte
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