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Schweinegrippe Symptome: H1N1-Mutation weckt Angst vor dem Supervirus

21.11.2009 in Gesundheit

Schweinegrippe: Mutationen auf dem Vormarsch

Schweinegrippe: Mutationen mit schwereren Symptomen auf dem Vormarsch

Bisher hat sich die Schweinegrippe vor allem in Westeuropa in eher harmlosen Symptomen und einem milden Krankheitsverlauf manifestiert. Doch jetzt kommt offenbar immer mehr Bewegung in die Entwicklung des Erregers H1N1. Nachdem man bereits vor einiger Zeit Mutationen des Schweinegrippe Virus in China, Japan, Südamerika und der Ukraine beobachtet hat, sind jetzt neue, bersorgniserregende Virusvarianten mit deutlich heftigeren Symptomen aufgetreten.

Gestern wurden drei Fälle aus Norwegen gemeldet. Im Gegensatz zur bisher verbreiteten Virusvariante litten die Patienten unter deutlich schwereren Symptomen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das mutierte Virus deutlich tiefer in die Atemwege eindringen kann, was zu lebensbedrohlichen Komplikationen führt. Zwei der drei Infizierten sind bereits verstorben. Der dritte Patient schwebt noch in Lebensgefahr. Hoffnung gibt aber die Tatsache, dass sich der mutierte Virenstamm offenbar nicht weiterverbreitet hat.

Schweinegrippe Mutationen: Schwerere Symptome, Tamiflu Resistenz

Heute wurden fünf Schweinegrippe-Fälle aus Wales bekannt, wo zum ersten Mal die Übertragung eines mutierten Virus von Mensch zu Mensch beobachtet wurde. Das Brisante daran: das Virus war resistent gegen das antivirale Mittel Tamiflu. Tamiflu galt bislang als Geheimwaffe, um die Schweinegrippe Symptome vor allem bei Risikopatienten abzuschwächen und Komplikationen im Krankheitsverlauf zu vermeiden. Tamiflu ist kein Heilmittel, kann bei früher Gabe aber Dauer und Schwere des Krankheitsverlaufs deutlich reduzieren.

Auf eine Behandlung mit Relenza, dem zweiten bekannten antiviralen Medikament, haben die Patienten aber angesprochen. Im Moment geht man in Wales nicht von einer schnellen weltweiten Verbreitung des mutierten Virus aus.

Schweingrippe Symptome galten bisher als beherrschbar

Während die Schweinegrippe Symptome bisher als gut beherrschbar galten, wächst die Furcht vor gefährlichen Mutationen des Schweinegrippe-Virus. Viren mutieren im Verlaufe ihrer Ausbreitung häufig. Wirklich gefährlich sind aber nur solche Varianten, die sowohl durch schwere Symptome als auch durch hohe Infektiosität auffallen.

Das Supervirus

Würde man – etwa zu militärischen Zwecken – ein Virus entwickeln, dass maximalen Schaden unter der Bevölkerung anrichtet, trüge dieser folgende Eigenschaften:

Infektiosität
Nur einfach zu übertragene Viren erreichen schnell hohe Durchseuchungsquoten. In diesem Punkt ist das Schweinegrippe-Virus schon sehr leistungsfähig. Im Gegensatz zu schlecht übertragbaren Viren wie HIV oder Hepatitis, reicht bei H1N1 einfacher Schleimhautkontakt. Durchseuchungsraten der Bevölkerung im zweistelligen Bereich sind realistisch

Resistenz
Ein “leistungsfähiges” Virus ist resistent gegen alle üblichen Medikamente. Neue Mutationen des Schweinegrippevirus scheinen sehr nah in diesem Kriterium zu sein.

Lethalität
Die gefährlichsten Viren der Welt – zum Beispiel bestimmte Ebola-Stämme – erreichen Mortalitätsraten von über 90 Prozent. Die Schweinegrippe ist bisher mit Sterblichkeitsraten von weit unter einem Prozent noch recht harmlos.

Inkubationszeit
Je länger die Inkubationszeit ist, desto länger können Infizierte das Virus unbemerkt weitergeben. Eine hohe Inkubationszeit fördert die Verbreitung drastisch. HIV ist hier mit Inkubationszeiten von 8-10 Jahren ganz “vorn” mit dabei. Das Schweinegrippe-Virus hat nur eine Inkubationszeit von ein bis vier Tagen. Patienten merken also relativ schnell, dass sie sich infiziert haben und können Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Überlebenszeit außerhalb des Körpers
Je länger ein Virus außerhalb des Körpers überleben kann, desto besser kann es sich verbreiten. Das Schweinegrippe Virus kann auch auf Türklinken viele Stunden bis einige Tage überleben. HIV gelingt das zum Beispiel nicht.

Angst vor dem Supervirus

Zum Glück gibt es bisher kein “Supervirus”, dass alle fünf Kriterien in “Perfektion” erfüllt. Und auch das Schweinegrippevirus ist noch weit vom “Supervirus” entfernt. Trotzdem wächst – gerade in unserer globalisierten und schlecht abschottbaren Welt – die Angst vor der Pandemie eines Supervirus. Die Wissenschaft betrachtet die Schweinegrippe-Pandemie als Testfall für eine solche Seuche. Die Schweinegrippe bietet die Möglichkeit, Notfällpläne und Seuchenbekämpfungsmaßnahmen einem Realitätstest zu unterziehen und ggf. nachzubessern.






Kommentare

heureka

Völlig normal, dass seit Entdeckung des Virus, mutierte Stämme davon auftreten! Bei jeder normalen Grippe wird zweimal im Jahr
geimpft, Sommer-und Wintergrippe.
Wenn da die Virenstämme nicht mutiert wären, bräuchte man nur einmal impfen.
Die Aussage ist doch nur, dass das Virus mutiert ist, aber doch nicht dass es zum Killervirus mutiert ist!
Bitte last Euch nicht von der unmoralischen Panikmache
zu unüberlegten Handlungen hinreißen, wie z. B. die Impfung mit diesen neuen Impfstoffen.
Überlegt lieber, wie oft Ihr in diesem Jahr schon grippale Infekte hattet, und ob es da nicht möglich ist, dass Ihr schon längst genug Abwehr gegen die neue Grippe besitzt!
Ich hatte bereits drei grippale Infekte, im Frühjahr (heftig), zum Anfang des Herbst (heftig) und vor kurzem (mild).
Wogegen soll ich mich da noch Impfen lassen???

Grippale Infekte bauen keine Immunisierung gegen Influenza-Viren auf.

[...] stellt: Sind diese Mutationen wirklich gefährlich? Ich habe bei naanoo.com dazu mal meine Gedanken zusammengefasst. Tags: H1N1, Schweinegrippe, Supervirus Du kannst die Kommentare auf diesen Beitrag per RSS 2.0 [...]

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