StudiVZ ist schnell groß geworden in Deutschland. Dabei war das Internetportal alles andere als innovativ. Handelte es sich doch um eine eher laue Kopie des amerikanischen Netzwerkes Facebook.com. Doch an diese dreiste Kopiererei mag man sich im Hause Holtzbrinck (der Konzern hat das Portal 2007 übernommen) offenbar nicht mehr erinnern. Jedenfalls geht man jetzt selbst gerichtlich gegen Nachahmer vor.
AbmahnVZ in Aktion
Dabei versucht man sich offenbar auf Marken- und Wettbewerbsrecht zu stützen. Die hohe Bekanntheit der Portale SchuelerVZ und StudiVZ mache “VZ” zu einem Kennzeichen. Laut Medienberichten wurden inzwischen folgende Portale abgemahnt:
- FussballerVZ
- PokerVZ
- ErstiVZ
- Abitur-VZ
- FickenVZ
- BewerberVZ
Während einige Betreiber inzwischen den Namen ihres Portals geändert haben, zeigen sich andere wehrhaft. So wird etwa die BewerberVZ Geschäftsführerin Nina Krug mit den Worten: “Ich lasse mir kein wettbewerbswidriges Verhalten von einem Facebook-Klon vorwerfen.” zitiert. Offenbar hat StudiVZ schon einzelne einstweilige Verfügungen gegen Portale erwirkt, die auf die Abmahnung hin keine Unterlassungserklärung abgegeben haben.
Kommentar: Wir haben für diese Aktionen kein Verständnis. Wer selbst dreist kopiert, sollte sich in dieser Hinsicht zurückhalten. Nach Nazi- und Stalker-Skandalen, dem AGB-Desaster und dem Eklat um die Herausgabe von Daten an Ermittlungsbehörden ist das nun der nächste Dämpfer für das Image des Social Networks. Bleibt abzuwarten, ob sich das auf die Mitgliedszahlen auswirkt.
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March 1st, 2008 at 1:27 pm
Junge, hier geht es nicht um eine Kopie, sondern schlicht und einfach um den Name! Und klar, das Design und die Idee kommt von Facebook, aber was spricht dagegen, eine funktionierende Idee zu kopieren und auf einen Markt zu bringen, auf dem offensichtlich eine Nachfrage besteht? Nichts - richtig. Das ganze ist nur eine Neiddebatte. Armes Deutschland. Neid ist ganz klar die größte Anerkennung auf Erfolg. Wirklich traurig.
March 1st, 2008 at 1:38 pm
Und jetzt darfst Du noch die Frage beantworten, was wettbewerbsrechtlich relevanter ist. Das Verwenden eines Namensbestandteils oder das Nachahmen einer komplette Geschäftsidee inkl. Großteilen der praktischen Umsetzung.
Mit Neid hat das nicht viel zu tun. Ich gönne den StudiVZ Machern ihren Erfolg. (auch wenn er kopiert ist) Allerdings sind nach der Übernahme durch Holtzbrinck einige unschöne Dinge passiert, deren vorläufigen Höhepunkt die aktuellen Ereignisse darstellen.