Schon im 17. Jahrhundert skizzierte Descartes die Möglichkeit, eine Korrekturlinse direkt auf dem Auge zu tragen. Doch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Kontaktlinsen aus Glas in der Praxis erprobt. Heute kann man zwischen vielen verschiedenen Arten wählen.
Hartflexible Kontaktlinsen sind besonders sauerstoffdurchlässig, das Auge wird besser mit Nährstoffen versorgt als bei weichen Linsen. Zwar sind diese Linsen heute nicht mehr wirklich »hart«, doch werden sie von den meisten Menschen zunächst als unangenehmer beim Tragen empfunden als ihre weichen Konkurrenten. Auch ist in staubiger Umgebung und bei starkem Wind die Gefahr größer, dass Fremdkörper unter die Linse geraten.
Weiche Kontaktlinsen sind besonders angenehm zu tragen. Sie schwimmen auf dem Tränenfilm und passen sich der Form der Hornhaut an, dadurch kann man sie kaum verlieren. Allerdings ist das Risiko höher, das Auge zu schädigen: durch mangelnde Nähr- oder Sauerstoffversorgung, Ablagerungen oder Schadstoffen im Wasseranteil der Linse.
Nachtlinsen sind relativ neu und gehen einen ganz anderen Weg: Sie werden über Nacht während des Schlafes getragen und verformen die Hornhaut des Auges. So kann man bis zu 40 Stunden nach Entfernen der Linsen ohne Hilfe scharf sehen. Eine Art Augen-OP light.
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