Dustin Hoffman – Wandlungsfähiger Perfektionist
Dustin Hoffmans Darstellung eines hochbegabten Autisten in „Rain Man“ (1988) neben Tom Cruise war ein Meisterstück, das ihn weltweit bekannt gemacht hat. Der wandlungsfähige Perfektionist kann mittlerweile zwei Oscars, einige Golden Globes und viele weitere Auszeichnungen sein Eigen nennen. So unscheinbar dieser Schauspieler nach außen hin wirken mag, er zieht den Zuschauer in jeder Rolle sofort in seinen Bann.
Von der Musik zur Schauspielkunst
Dustin Lee Hoffman wurde am 8.8.1937 als Sohn jüdischer Eltern in Los Angeles, Kalifornien, geboren. Sein Vater verdiente sein Geld als Ausstatter verschiedener Hollywoodstudios. Dustin studierte zuerst am Santa Monica City College Musik, da er Pianist werden wollte. Er brach das Studium jedoch zugunsten seines Schauspielunterrichts am Pasadena Playhouse ab. Mit Gene Hackman, den er am Playhouse kennen gelernt hatte, und Robert Duvall wohnte er zwischenzeitlich in New York zusammen, wohin er mit 21 gezogen war, um dort sein Schauspielstudium fort zu setzen. Die ersten Jahre waren für die jungen Schauspieler sehr mager und sie verdienten sich mit kleinen Bühnen- und TV-Rollen ihren Lebensunterhalt. 1967 gelang Dustin Hoffman mit „Die Reifeprüfung“ endlich der lang ersehnte Durchbruch: Er wurde für den Oscar nominiert. Ebenso für das Sozialdrama „Asphalt Cowboy“ (1969) gab es eine Oscarnominierung. Es folgten Filme wie u.a. „Little Big Man“ (1970), „Papillon“ (1973), „Lenny“ (1974), „Die Unbestechlichen“ und „Der Marathon-Mann“ (1976). Für das 1979 gedrehte Scheidungsdrama „Kramer gegen Kramer“ erhielt Dustin Hoffman seinen ersten Oscar. Eine sehr bekannte Rolle des nur 1,63 m großen Mimen ist die in „Tootsie“ (1982), für die er in Frauenkleider schlüpfte: Sie brachte ihm eine weitere Oscarnominierung ein. Für den Film „Rain Man“ (1988) hatte er sich angeblich ein Jahr lang mit Psychiatern und Autisten umgeben, um das Wesen eines Autisten glaubhaft darstellen zu können. Es lohnte sich: Er erhielt dafür seinen zweiten Oscar. Weitere Filme wie „Family Business“ (1989), „Hook“ (1991), „Outbreak“ (1995) und „Sphere“ (1998) folgten. Aufgrund eines Mangels an guten Drehbüchern legte Mister Hoffman von 1999 bis 2002 eine Drehpause ein. 2002 kam er zurück für „Moonlight Mile“ und „Confidence“ und spielte 2003 in „Das Urteil“ neben seinem Freund Gene Hackman. Nach drei im Jahre 2005 gedrehten Filmen ließ er sich von den Filmemachern des Historienfilms „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“ (2006) für die Rolle des Parfumeurmeisters Guiseppe Baldini anheuern. Im Februar 2007 lief in den deutschen Kinos der Film „Schräger als Fiktion“ an, in dem er einen Professor spielt.
Perfekte Vorbereitung auf seine Rollen
Dustin Hoffman ist für seine Genauigkeit und Detailliebe bei der Vorbereitung seiner Rollen bekannt. Für den Film „Pavillon“, in dem er 1973 einen Sträfling spielte, magerte er in etwa bis auf die Knochen ab und hielt sich 1976 angeblich tagelang wach, um in „Der Marathon-Mann“ glaubhaft einen übermüdeten Studenten zu spielen.
Privatleben
Dustin Hoffman war von 1969 bis 1980 mit der Balletttänzerin Anne Byrne verheiratet. Mit ihr hat er zwei Töchter. Kurz nach der Scheidung heiratete er die um einiges jüngere Anwältin Lisa Gottsegen. Mit ihr hat der geniale Schauspieler zwei Söhne und zwei Töchter. Seine Produktionsfirma „Punch Productions“ unterstützt und fördert unabhängige Filmprojekte. Eine seiner ersten Projekte war die Satire „Wag the dog“ (1998) mit Robert De Niro. Er lebt sehr zurückgezogen, ist ein Kritiker der Bush-Regierung und er liebt Berichten zufolge die bayrische Kost. Während der Dreharbeiten in München (Bavaria Studios) hatte der Amerikaner Gelegenheit, die Weißwürste, das Bier und die Brezeln zu kosten und hatte eigenen Angaben zufolge prompt einige Kilos davon zugenommen.
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