Fasten kann man in drei Ebenen gliedern, auf die es sich auswirkt: Körper, Psyche, Gemeinschaft.
Fasten in Bezug auf den Körper:
Fastet man für den Körper, nennt man dies Heilfasten. Heilfasten dient der Heilung einer Krankheit, oder als vorbeugende Maßnahme gegen eine Erkrankung. Heilfasten wird vor allem in speziellen Fastenkliniken, unter direkter ärztlicher Aufsicht, durchgeführt. Die Dauer beträgt durchschnittlich 14 bis 21 Tage, vereinzelt länger.
Heilfasten ist ein gebräuchliches und bekanntes Naturheilverfahren und wirkt sich auf folgende Krankheiten positiv aus: Rheuma, Gallenblasenleiden, Bluthochdruck, Venenprobleme, Übergewicht, Neurodermitis, Nahrungsmittelallergie, Schuppenflechte, Migräne und leichtgradige Depressionen.
Fasten in Bezug auf die Psyche:
Fastet man für die Psyche, spricht man von dem spirituellen Fasten. Das Ziel des spirituellen Fastens ist die Besinnung, Meditation und das Gebet. Mahatma Gandhi sagte über das spirituelle Fasten: „Die Fastenzeiten sind Teil meines Wesens. Ich kann auf sie ebenso wenig verzichten wie auf meine Augen. Was die Augen für die äußere Welt sind, das ist das Fasten für die Innere.“
Beim spirituellen Fasten wächst die Sensibilität für tiefergehende Gedanken. Meditation, Stille und Schweigen sind wichtige Begleiter in der Zeit des Fastens. Die Dauer beträgt zwischen 7 und 14 Tagen. Meist werden solche Fastenrituale in Klöstern abgehalten, da diese ruhig und einsam liegen. Das spirituelle Fasten ist vor allem für einen neuen Lebensabschnitt geeignet, z.B. Berufswahl, Ehe, Ruhestand, nach dem Verlust eines geliebten Menschen,
Fasten in Bezug auf die Gemeinschaft:
So genannte „Hungerstreiks“ werden als letzte Möglichkeit gesehen, in einer aussichtslosen Lage, unter dem Einsatz des eigenen Lebens, doch noch etwas bewirken zu können. Es war früher so, ist aber heute noch immer so: Fasten wird eingesetzt, um politischen Druck zu erzeugen.
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