Wussten sie, dass das „schwarze Gold“ eigentlich aus knallroten Früchten entsteht, die an reife Kirschen erinnern? Einmal pro Jahr ist es soweit: an den sechs Meter hohen Kaffeesträuchern hängen die roten Früchte, in deren Inneren sich jeweils zwei der begehrten, dann noch grünen Bohnen verstecken. Erstmalig nach drei bis vier Jahren kann man den Kaffeestrauch abpflücken und sofort danach werden die Bohnen weiterverarbeitet, da sie nur kurze Zeit lagerfähig sind.
Sie werden getrocknet und kommen dann in die Rösterei, dort werden sie je nach Sorte oder Wunsch in verschiedenen Röstvorgängen von grün zu gelb, gelbbraun, hellbraun oder dunkelbraun geröstet. Je behutsamer die Röstung vorgenommen wird, umso feiner und zarter wird später das Aroma des Kaffees.
Die Röstung
Bei den einzelnen Röstverfahren scheiden sich, je nach Land, die Geister: So rösten und mahlen viele Orientalen noch heute ihren Kaffee täglich frisch, da er ihrer Meinung nach nur so aromatisch und belebend wirkt. Daher kann man z. B. in vielen türkischen Läden grüne, ungeröstete Kaffeebohnen erwerben, um sie dann daheim selbst zu rösten. Meist wird dafür eine Pfanne mit schwerem Boden verwendet. Damit die Bohnen gleichmäßig bräunen, muss ständig umgerührt werden.
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