Die feinsten und besten Kaffeesorten werden auch heute noch mit offenen Röstapparaten über Holzfeuer unter ständigem Rühren bei 150°C bis 200°C langsam geröstet; das hat natürlich seinen Preis. Die in den Bohnen enthaltenen Zucker- und Inhaltsstoffe karamellisieren dabei am besten und geben den Kaffeebohnen ihr spezielles Aroma. Bei der industriellen Röstung hingegen werden die Bohnen in geschlossenen Kesseln erhitzt und häufig mit Wasser statt mit Luft abgekühlt. So erhält man zwar eine preiswertere Qualität, die aber längst nicht so ergiebig und aromatisch ist wie bei den Kleinröstern.
Auch die Zubereitungsart ist sehr unterschiedlich: in den Ländern jenseits des Mittelmeeres werden die stets staubfein gemahlenen Bohnen in einem Metallkännchen mit Wasser UND Zucker aufgekocht und samt feinem Kaffesatz getrunken, einen gefilterten Kaffee gibt es dort ursprünglich nicht. Stets wird dazu auch ein Glas frisches, kaltes Wasser ohne Kohlensäure gereicht.
In Italien hingegen wird auch nicht gefiltert, dennoch unterscheidet sich das Brühverfahren von der orientalischen Zubereitungsart. Der Espresso oder “Caffè” kommt hier aus chromblitzenden Maschinen, in denen das Wasser erhitzt und bei einer Temperatur von 90° mit einem Druck von bis zu zehn Bar durch das Kaffeepulver per Express (höchstens 30 Sekunden) gedrückt wird. Dadurch entsteht das so beliebte drei Millimeter dicke Schaumhäubchen, auch “Crema” genannt.
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