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Tom Hanks

Tom Hanks

Tom Hanks – Hollywoods Sunnyboy

Tom Hanks hat keinerlei Lobhudelei mehr nötig: Er ist der erfolgreichste Schauspieler Hollywoods mit den meisten aufeinander folgenden Filmen, die an den US-Kinokassen über hundert Millionen Dollar einspielten. Kaum jemand hätte wohl erwartet, dass der Sunnyboy aus Kalifornien mit den eher unspektakulären Gesichtszügen eine derartige Leinwand-Karriere starten würde. Doch mit seinem Schauspieltalent, seinem Charme und dem richtigen Händchen für passende Filmrollen hat er es an die absolute Spitze geschafft. Dabei hätte die recht abenteuerliche Kindheit des zweifachen Oscar-Preisträgers durchaus in eine andere Richtung führen können.

Erste Gehversuche als Schauspieler

Tom Hanks erblickte am 9. Juli 1956 als Thomas Jeffrey Hanks in Concord, Kalifornien, das Licht der Welt. Sein Vater Amos, ein Koch, und seine Mutter Janet, eine Krankenschwester, trennten sich als er fünf Jahre alt war. Er hat drei Geschwister: Sandra Hanks, heute eine Autorin. Larry Hanks, ein Universitätsprofessor an der University of Illinois und Jim Hanks, ein Schauspieler („Beach Bunnies“ 1991/„Fatal Passion“ 1995/“The Clinic“ 1995). Tom blieb gemeinsam mit Larry und Sandra nach der Trennung bei seinem Vater und sie zogen mit ihm auf der Suche nach Arbeit von einem Ort zum anderen. Er  durfte dabei mehrere Schulen und Stiefmütter kennen lernen und galt – wen wundert es – als sehr schüchtern und hyperaktiv. Aufgrund seiner Verhaltensauffälligkeiten gab man ihn als „Therapie“ in eine Schultheatergruppe, in der sein Talent auffiel. Ebenso später im College hat er an Theaterproduktionen teilgenommen. Das Great Lakes Shakespeare Festival in Ohio wurde auf ihn aufmerksam und er verdiente sich in Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ erste Lorbeeren. Nach einer dreijährigen klassischen Theaterausbildung an der California State University in Sacramento zog er nach New York, um seine Schauspielerkarriere voran zu treiben.

Up and Downs in der Filmkarriere

Die Liste seiner Filme ist unendlich lang. Alleine vierzehn davon haben die Grenze von 100 Millionen-US-Dollar an Einnahmen überschritten. Begonnen hat er Anfang der Achtziger Jahre allerdings recht klein mit B-Horror-Filmen und TV-Serien wie „Bosom Buddies“, „Love Boat“ oder „Happy Days“. Erst 1984 gelang ihm mit „Splash – Eine Jungfrau am Haken“ der erste Erfolg. Es folgten 1985 bis 1987 Filme wie „Alles hört auf mein Kommando (Volunteers)“, „Der Verrückte mit dem Geigenkasten (The Man with One Red Shoe)“, die Komödie  „Geschenkt ist noch zu teuer (The Money Pit)“ und „Schlappe Bullen beißen nicht (Dragnet)“. 1988 gelang ihm der nächste Hit mit „Big“, einer Komödie über einen Jungen, der in einem Männerkörper gefangen ist. Toms schauspielerische Glanzleistung in diesem Film brachte ihm eine Oscar-Nominierung sowie den Golden Globe als „Bester Darsteller“ ein. Es folgte bis 1990 eine Schlappe mit weniger erfolgreichen Filmen wie „Meine teuflischen Nachbarn (The Burbs)“, „Scott und Huutsch (Turner & Hooch)“ und „The Bonfire of the Vanities (Fegefeuer der Eitelkeiten)“. Weiters spielte er 1990 in „Joe gegen den Vulkan“ (Joe Versus the Volcano)“ und 1992 „Eine Klasse für sich (A League of Their Own)“. Ein sensationelles Comeback gelang Tom Hanks 1993 mit „Schlaflos in Seattle (Sleepless in Seattle)” und “Philadelphia”. Seine Rolle als AIDS-kranker Anwalt brachte ihm als Besten Hauptdarsteller seinen ersten Oscar, den Golden Globe und weitere Auszeichnungen ein. Ein Jahr später landete der Charakterdarsteller den nächsten Volltreffer als Titelheld im Kinoschlager „Forrest Gump“. Mit dieser Rolle als recht einfach gestrickten US-Amerikaner, der auf einer Parkbank sitzend sein Leben vom gehbehinderten Jungen bis zum Multimillionär Revue passieren lässt, hat er sich endgültig in die Herzen seines Publikums gespielt. Er erhielt für den Kinohit seinen zweiten Oscar und das in Folge. Ein Streich, der bis dahin nur Spencer Tracy 1937 und 1938 gelungen war. Kurz darauf folgte der Film „Apollo 13“ und er lieh dem Cowboy Woody in dem Zeichentrickfilm „Toy Story“ seine Stimme. Die nächste Oscarnominierung erhielt Tom Hanks für den 1998 gedrehten Film „Der Soldat James Ryan (Saving Private Ryan)“. Es folgte im selben Jahr die Liebeskomödie mit der süßen Meg Ryan „E-Mail für Dich (You´ve Got Mail)“. 1999 lieh er wieder dem Cowboy Woody seine Stimme in „Toy Story 2“. In „The Green Mile“, einem Film nach Vorlage eines genialen Stephen-King-Thrillers, spielte Tom Hanks einen Todeszellenwärter, der an die Unschuld eines farbigen Delinquenten glaubt. Dieser Streifen war überaus berührend, doch erst für „Verschollen (Cast Away)“ wurde er 2001 als Bester Darsteller mit dem Golden Globe ausgezeichnet und für den Oscar nominiert. Er wirkte danach in einer TV-Mini-Serie über den Zweiten Weltkrieg namens „Band of Brothers“ mit. 2002 spielte er einen Auftragskiller für die irische Mafia in „Road to Perdition“ und gemeinsam mit Leonardo di Caprio sah man ihn in „Catch Me If You Can“. 2004 kamen die Filme „Ladykillers“, „Terminal“ und „Der Polarexpress“.

Sakrileg – The Da Vinci Code

2006 wirkte er in dem Film „Sakrileg (The Da Vinci Code)“ als Hauptdarsteller mit - einer Verfilmung des Weltbestellers von Schriftsteller Dan Brown, der den Vatikan aufgrund dessen brisanten Inhalts auf die Barrikaden steigen ließ. Schon das 2003 veröffentlichte Buch wurde von der Katholischen Kirche vor allem für die Behauptung, Jesu Christi sei mit Maria Magdalena verheiratet gewesen und hätte mit ihr Kinder gezeugt, öffentlich angefeindet. Nun fürchteten die Geistlichen eine noch weitere Verbreitung dieser Aussagen durch den Kinofilm und damit eine noch mehr um sich greifende Verunsicherung der Gläubigen. Tom Hanks spielte in dem Thriller den Symbolologen Robert Langdon aus Harvard, der des grausamen Mordes am  Direktor des Pariser Louvre verdächtigt wird. Mit Sophie, der Enkelin des Ermordeten, gespielt von der Französin Audrey Tautou, begibt er sich nach einer lebensgefährlichen Flucht auf die abenteuerliche Suche nach dem rätselhaften Geheimnis des Heiligen Grals.

Drehbuchautor, Regisseur und Produzent

Tom Hanks steht nicht nur gerne vor, sondern auch hinter der Kamera. Unter anderem schrieb er das Drehbuch für „That Thing You Do!“ und führte Regie. Ebenso produzierte er mit seiner Frau den Film „My Big Fat Greek Wedding“ und für den Film „From the Earth to the Moon“ (1999) schrieb er das Drehbuch, produzierte, führte Regie und wirkte zusätzlich auch noch als Darsteller mit.

Zwei Ehen und vier Kinder

Skandale sind für Tom Hanks ein Fremdwort. Er hat ein makelloses Image. In erster Ehe war er  sieben Jahre lang bis 1987 mit der Schauspielerin Samantha Lewes verheiratet. Sie haben zwei Kinder miteinander: Colin, geboren 1977, und Elizabeth, 1982. Sein Sohn Colin Hanks stand bereits einige Male selbst vor der Kamera. Unter anderem in „Band of Brothers“ und als „Preston“ in „King Kong“ (2005). Auch seine Schwester Elizabeth wirkte bereits in Filmen mit. Als Zwölfjährige spielte sie in „Forrest Gump“ (1994) ein Mädchen im Schulbus. Eine weitere kleine Rolle hatte sie zwei Jahre später in „That Thing You Do!“ (1996). Ihre Mutter Samantha ist übrigens mittlerweile an Krebs gestorben.

Seit 1988 ist Tom mit der gleichaltrigen Schauspielerin Rita Wilson verheiratet. Rita spielte z.B. 1995 neben Tom Hanks und John Candy in einer größerer Rolle in „Alles hört auf mein Kommando“. Neben vielen anderen Filmen war sie ebenso in „Schlaflos in Seattle“, „That Thing You Do!“, in „Psycho“ und in „Die Braut, die sich nicht traut (Runaway Bride)“ zu sehen. Rita und Tom haben ebenfalls zwei Kinder: Chester, geboren 1990 und Truman, 1995. Tom trat für seine Frau zum Griechisch-Orthodoxen Glauben über. Seine Ehe scheint noch immer gut zu laufen. Zumindest konnte man von ihm auf seine Ehe bezogen vernehmen, dass er ein glücklicher Mann sei. Rita hätte es aber besser treffen können, meinte er.

Freunde und Hobbys

Tom Hanks ist seinem Umfeld zufolge ein beliebter, netter und humorvoller Zeitgenosse mit Stil und Format. Ron Howard, Regisseur von „Sakrileg“ und zwei weiteren Hanks-Filmen, meinte, dass er wie tausend andere auch findet, dass er „einfach ein netter Mensch“ sei. Mit Steven Spielberg verbindet Tom ebenso eine enge Freundschaft. Er nimmt für seine Filme auch einiges an Strapazen in Kauf. So hungerte er sich für die Rolle als Gestrandeter auf einer einsamen Insel im Film „Verschollen (Cast Away)“ einiges an Gewicht herunter. Seine Kindheit habe ihm beigebracht, sich immer wieder neu anzupassen und das nutze er in der Schauspielerei.

Privat ist er aktiver Baseballfan und er spendet für das lokale Krankenhaus in Santa Monica. Als Lebensretter hat er sich ebenso schon beweisen können: Im Jahre 2000 hat er einem kollabierten Jogger Erste Hilfe geleistet und 2002 hat er einen Schwimmer in der Nähe seines Strandhauses vor dem Ertrinken gerettet. Einem Fan-Steckbrief zufolge sammelt er alte Schreibmaschinen und liest gerne Comics. Zudem joggt und golft er und interessiert sich für Astronomie und Modelleisenbahnen. Außerdem hat er nichts gegen ein bisschen Ruhe einzuwenden. Zitat: „Es gibt einen Unterschied zwischen Einsamkeit und dem Alleinsein. Ich könnte mir gut vorstellen, für eine Weile Mönch zu sein.“

Übrigens: Er teilt sich einen gemeinsamen Stammbaum mit keinem Geringeren als Abraham Lincoln (1809-1865). William und Sarah Hanks waren angeblich die Ur-Ur-Ur-Großeltern des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.



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